September

Der fängt ja gut an!

In den Regalen stapeln sich schon die weihnachtlichen Lebkuchen, noch bevor die orangelastige Helloweendeko aufgebaut wurde – irgendwie überholen sich die Jahreszeiten und Festtage gegenseitig, verschlingen und überschneiden sich, Schultüten und Allerheiligengrablichter, zum halben Preis, nur heute, jetzt kaufen. Dazu wollen sie uns unbedingt eine Butterkrise einreden, da halte ich es aber mit Marie Antoinette und werde, so es keine Butter mehr gibt, einfach Schlagobers kaufen.

All dies beunruhigt mich in etwa genauso wie die Hitze im Sommer – also gar nicht. Allerdings muss ich mich schon ein wenig wundern – noch ist September, aber  fehlgeleitete Fliegen brummeln bei jeder Gelegenheit husch husch in mein Häuschen, sumsen planlos immer lauter werdend gegen meine Fenster, sekkieren den Hund, der es inzwischen gelangweilt ablehnt auch nur die Augen zu öffnen, wenn diese Ungeheuer ungefähr die Lautstärke einer Autorallye entwickeln während sie ihn umkreisen.

Wobei der Hund ein Mädchen, also die, ist. Die Hund. „Die Hund hat sich damit abgefunden, überflogen zu werden.“
(Eh, Kinders, schreibt das mal, wenn ihr einen Satz mit „Hund“ und „gefunden“ als Hausaufgabe erfinden sollt!)

Also, Herr der Fliegen, sag mal den Deinen sie sollen bis mindestens Oktober draußen bleiben – das ist durchaus zumutbar, wer trotz dieser Warnung reinkommt macht mit der Klatsche Bekanntschaft!

Sonst aber geht’s mir gut, danke der Nachfrage.
Wenn mir fad ist, spiel ich Tiefkühlbingo oder überlege, wen zur Hölle ich demnächst wählen werde.

Oder, noch besser, ich hol mir bei unserem hochgeehrten Lieblingsbäcker zwei, drei Kipferl zur Jause, lasse diese und jene Flugmonster fliegen,  rette mit einem Tröpfchen Honig die guten Hummeln und lege zufällig  ausgegrabene Würmer sorgfältig in den Kompost zurück.

Denn  die meisten Tierchen mag ich eh.


Regen! Endlich einmal! Wie schön!

Trippeltrappel tropf tropf tropf!

Dieser Sommer war ja grandios! So gut wie immer schön! Fast immer heiß!
Einer von diesen Sommern, wo man von Mai bis September bloßfüßig in Badegewand – oder der Kleiderschürze - herumläuft, Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Ribisel und Brombeeren sonnenwarm direkt vom Strauch in den Mund erntet, niemals irgendwelche Gartenliegen-Pölster ins Haus schleppen muss, weil  eh immer schönes Wetter ist! Ach!
Es war schon fast zu schön.

Darum jetzt Regen.
Danke!
Die Pölster sind herinnen, die Regentonnen füllen sich langsam und die Dachflächenfenster werden gewaschen, die Blumen gegossen und das Gemüse – achje, das Gemüse! So viel! So schön!
Ich gehe täglich in den Gemüsegarten und ernte.
Das koch ich, und was wir nicht gleich aufessen können, wird eingekocht für den Winter.
Unzählige Kürbisse wachsen jeden Tag noch ein paar Zentimeter – wie werde ich die alle verkleiden, damit niemand von den von mir bekochten Personen merkt, dass es Kürbis ist, was sie da essen?
Ich muss mir was einfallen lassen.
Anregungen erwünscht!
Obwohl – mit Speck drauf essen sie eh alles.
Und die Paradeiser, ich kann gar nicht sagen, wie viele Kilos ich heuer geerntet habe und noch zu ernten hoffe, die werden zum Glück ja von allen geliebt.
Als Ketchup, als Soße, mit oder ohne Speck, Fisolen, Erdäpfeln, als Salat, in allen Größen und Farben.

Ja, ich hab zu tun und viel Spaß und kein einziges Schulkind mehr, also spar ich mir die übliche Schulanfangsdepression dieses Jahr komplett.
Dafür wird schon heftig für den Stand auf dem Weihnachtsmarkt gebastelt, und dieses Jahr versemmel ich die Anmeldung hoffentlich nicht!


Ich schreib manchmal Texte,

und zwar nicht nur für diese Auslage, nein, ich bin auch zuständig für ernsthafte Schreiben an Behörden, Beantwortung irrtümlicher Mahnungen, Presseaussendungen für den VERKL, Bittgesuche an diverse Kuranstalten – darf man einen superbraven, winzigkleinen, praktisch haarlosen süßen Hund mitbringen ? - und dergleichen noch viel mehr. Ich schrieb sogar eine Zeit lang eine Kolumne in der Evangelischen Kirchenzeitung.

Ich schreibe Glückwünsche und Gelegenheitsgedichte, stille Betrachtungen für die Schublade und kurze Beiträge auf Facebook, wenn mein PC es mir erlaubt.

Wie jeder, der mich kennt, bestätigen wird, bin ich außen eine uneitle Person, die zwar immer noch (und vermutlich bis an ihr Lebensende) alte Shirts der längst erwachsenen Kinder aufträgt, habe aber innen doch auch einen gewissen Stolz.

Der betrifft meine Texte, ich habs nicht so gern, wenn sie „verbessert“ werden – noch dazu, wenn der Verbesserer zwar perfekt in der neuen Rechtschreibung sein mag, aber kein Gefühl für Wortwitze im Leibe trägt – oder im Hirn.

Was euch das angeht?

Also, nicht jeder Text über die Kleiderschürzen – und schon gar nicht jede Überschrift! - in den lokalen Blättern sind meiner Muse geschuldet – daran sind manchesmal/diesesmal mir unbekannte Redakteure schuld!

Also, natürlich bin ich oft unperfekt im Imperfekt, mache Fehler und bei der Setzung der Satzzeichen gelten immer meine Regeln – was wissen die vom Duden schon! Grammatik! Pah! Ich lass mir doch von niemandem was vorschreiben! Hätte Pablo nur so gemalt wie es sich gehört, wär er nie der Picasso geworden. Ich hab berühmtheitsmäßig keinerlei Ehrgeiz, aber manche Sachen tun mir doch ein bissl weh.

Das war nicht meine schmerzhafte Überschrift – das wars, was ich schreiben wollte!
(August 2017)


Das Kleiderschürzenpicknick war, wie geplant, ein voller Erfolg. El Cheffe übernahm das Wettermachen persönlich, also war es dann auch so wie wir wollten und nicht irgendwie. Der freundliche Unbekannte in der Kleiderschürze sorgte für gute Laune und einer mit Hut und Doppel-oo, den alle unbedingt lieben kam auch. Es gelang uns, ein Foto von der Frau, die sich nicht fotografieren läßt zu knipsen, mehrere Babies gaben uns die Ehre, also bitte! Es herrscht kein Mangel an Nachwuchs!
Baba! Schön wars!

(Foto´s dazu sind in unserer Bildergalerie)


Eisessen im Hirschengarten

Die Sommersitzungen sind ja immer sehr gemütlich – wir tragen Kleiderschürzen mit wenig darunter, sitzen in der Sonne und diesmal tanzten wir nicht nur hochelegant durch die Botanik, nein, unsere Hausaufgabe war auch „bemerkenswerte oder skurrile Gewächse“ zu fotografieren.

Da kam einiges zusammen – hier zeige ich eine kleine Auswahl.
Ich weiß nicht, ob der Mischa als Gewächs gilt. Er sagt ja, manchmal.
(Das heißeste Bild gabs nur auf einem Handy zu sehen, das war aber auch nicht geeignet für irgendwelche Auslagen)
Toll war das Eis – ohja, im Hirschengarten gibt es fantastisches Eis, ich ging unauffällig zweimal nachholen. Wir empfehlen das!
Sommer, Sonne, Eiscreme, Grünzeug rundum und Spaß mit Dorli, so lässt es sich leben!


Rosenexplosion!

Ich habe keine Zeit, Texte für irgendwelche Auslagen zu schreiben! Ich hab soviel zu tun! Denn ich muss hätscheln, pflanzen, hochbinden, gut zureden, Jauche ansetzen und mich durch einen Stapel Gartenzeitschriften (die ich von einer meiner Lieblingsschürzen geschenkt bekam) durchlesen.

Ich muss El Cheffe beim kärchern beraten, Ameisen umsiedeln, Raupen absammeln und dergleichen Dinge tun, Käfer retten, Regenwürmern gut zureden, Komposthaufen kunstvoll schlichten und die Kürbisse pflanzen, deren Beet aber noch nicht fertig ist, sowie geschenkte Erde sieben – achja, schenkt mir Erde, ich siebe so gern!

Was die Kleiderschürzen so tun – wer weiß?

Ich war nicht bei der letzten Sitzung, die Präsidentin wuselt feuerwehrfestlich beschäftigt herum, El Cheffe schreibt an der Feuerwehrchronik und telefoniert mit der zuständigen Stelle, weil der Hydrant übersprudelt, was rundherum jedem wurscht zu sein scheint, aber Achtung: irgendjemand wird für das Wasser bezahlen müssen, vermutlich wir alle.

Schneckentechnisch bin ich gut dabei, ich suche und finde und töte sie. Jawohl, ich bring sie um. Es wird hier keine schmutzigen Details geben, denn auch Schulkinder könnten diesen Text lesen, stellen wir uns einfach alle vor, die Schnecken kommen alle in den Himmel, wo Gott sich die ganze Zeit fragt, ob und wieso er diese Kreaturen wirklich geschaffen hat, oder ob sein alter Feind da die Hände – oder Hörner – mit im Spiel hatte.

Egal. Es sind zur Zeit nicht mehr viele da, das zählt.

Mögen andere in Urlaub fahren – ich schreite wie Gräfin Bumsti bloßfüßig über einen schneckenfreien, gut gemähten – nunja – Rasen und erfreue mich an meinem Garten, den Bewohnern der  Vogelhäuschen, die zwar keine Miete bezahlen aber jeden Tag lauthals für uns singen, Libellen und manchmal besucht mich eine Kröte oder ein Hirschkäfer. Und überall blühen duftende Rosen!

Das ist doch was! Juni eben!



Müllsammeln in Mauerbach – die Kleiderschürzen vom VERKL waren wieder dabei!

Der 1. April hielt einen streifenfrei blauen Himmel bereit, die Bäume falteten sorgsam ihre ersten, blitzgrünen Blättchen auf, die Vögel tirillierten  begeistert und 13 Mitglieder des Vereins zur Rettung der Kleiderschürze schlüpften an diesem sauberem Frühlingssamstag in ihre Vereinskleidung, zogen noch die grellen Warnwesten über und schon ging es in drei Gruppen los, Müllsammeln in und um  Mauerbach.  Die neu und sauber blühende Landschaft wurde von zermatschten Dosen, Styroporplatten, Plastikverpackungen und erstaunlichen Mengen leerer Kirschlikörflaschen befreit, wir fanden dieses Jahr auch viel weniger fluguntaugliche Zuckersaftdosen, die modernen Umweltverschmutzer werfen heuer Aloe-Vera und Biogetränkefläschchen aus den Autofenstern, man gönnt sich ja sonst nichts, nicht einmal Denken.

Anschließend trafen sich die Sammelteams wie üblich zum lustigen Pizzaessen und erzählten von ihren Erlebnissen.

Die bei Weitem erfolgreichste Gruppe säuberte unter anderem die  Friedhofsparkplätze, wo einer unserer jüngsten Helfer tatsächlich einen Geldschein im Gebüsch fand! Super! Er wird nächstes Jahr wieder mitgehen, hat er versprochen. Wir auch. Ganz bestimmt, und zwar ganz dicht neben Marcel, dem Glückspilz!

 


Frühling und der Osterputz

Wenn Ostern, das Frühlingsfest, näher rückt, die Natur ihre winterliche Kahlheit über Nacht mit prallen Knospen bedeckt und ringsum alles hoffnungsvoll und neu, frisch und sauber aussieht, dann überkommt uns der Drang, Frühjahrsputz will gemacht werden. Sogar ich fühle mich herausgefordert und suche den Staubwedel, gestern putzte ich Lampenschirme – es überkam mich einfach.

Alles soll so adrett aussehen wie die hellgrünen Blätterchen an den Bäumen, die Wandfarben hätten wir gern so strahlend wie die Schneeglöckchen oder Primelblütenblätter, neu und zart, die Decken sollen flauschig und duftig wie Palmkätzchenpuschel sein, nur ohne die reizenden Pollen, denn wir niesen was das Zeug hält.

(Tatsächlich würde ich viel lieber nießen, diese Schreibweise aber empfiehlt der Duden nicht – ist ihm zu altmodisch, hat auch nichts mit dem Wort „genießen“ zu tun – da stimme ich dem Duden allerdings wieder zu – achja, man muss auch mal nachgeben können. Ich genieße es nicht, aber ich niese halt jetzt auch.) 

Und nein, wir lassen es nicht irgendwie ruhig angehen, sondern wir putzen auch gleich die Fenster,  klopfen Teppiche, räumen Küchenkasteln aus und um, sortieren Kleiderschränke, zupfen Unkraut und füllen die Vereinsblumentöpfe mit zauberhaften Vergißmeinnichten, (da fällt mir ein: sie hat uns eh nicht vergessen, die Nichte, sie baggert sich emsig durch die Matura) wuseln herum, tun dies und das und was uns sonst noch so alles einfällt.

Und das ist jedenfalls noch ganz schön viel.

Wer übrigens nicht so gern herumputzen mag, der kann seine Familie und sich selbst auch sehr schön herausputzen, so wie diese Süßen da auf dem Foto. Sind die nicht absolut entzückend? Auf die Rüschen, fertig, los!


Der Fasching ist vorbei – aber jetzt wird es erst richtig bunt!
Zuerst erscheinen die eher unauffälligen Schneeglöckchen, aber dann schon gleich die Primeln, die Krokusse und kurz darauf erblüht alles, was es sonst noch so als Frühlingsüberraschung in der Erde steckt!
Jedes Jahr freue ich mich wieder daran – die kleinen Traubenhyazinthen, die aus ungeklärten Gründen auch „Rauchfangkehrer“ heißen, wobei unser Rauchfangkehrer weder blau, noch zierlich, noch zart duftend daherkommt. Wer weiß schon, wie Namen gegeben werden?
Ich bin ja eher für meine falschen Bezeichnungen bekannt, in meiner Familie wundert sich da niemand mehr.
Unter Fremden aber werde ich gelegentlich für nicht ganz dicht gehalten, was mich aber weiter nicht stört, sollen sie doch denken, was sie wollen!
Dieses Motto haben auch die Vögel, Kinder da geht’s ab! Ein Gelärme in den Bäumen! Pfeifend und zwitschernd, tschilpend und tirilierend flattert, saust und wachelt es nur so in der Frühlingsluft. Sie sind verliebt und bauen schon Nester!
Klara hat vorbildlich ihre Vogelhäuschen geleert und geputzt und herrlich gebaute Vogelkinderwiegen gefunden, einige bunte Wollfäden waren auch eingewebt.
Und das wird so weiter gehen, denn ich habe den ganzen Winter die kurzen Wollreste, die beim Vernähen übrig bleiben, gesammelt und nun sind die in zwei seltsamen Gitterkörbchen in die Bäume gehängt worden, die Wollzipfelchen wehen bunt im Wind und warten auf Nestbauer, die sie mitnehmen möchten.
Bin gespannt, ob das passiert, und welche Überraschungen wir nächstes Jahr  in den Vogelhäuschen finden.
Die seltsamen Gitterkörbchen sind Flohmarktfunde – ich wusste doch, irgendwann brauch ich die!
Also fastet schön irgendwas, aber bleibt bunt!



Gleichbald ist Faschingsumzug, ich übe dafür, indem ich täglich einige Krapfen vom Seitner verspeise, oh ja!
Fasching ist schon, närrisches Treiben weltweit, obwohl man sich nicht sicher ist – bringt der ORF Satire, oder sind das tatsächlich die Nachrichten?
Wenn man 1960 sowas im ORF gesendet hätte, was hätten die Leute darüber gesagt, beim einkaufen tratschend bei der Frau Götz? Den Kopf geschüttelt? Sich gewundert? Alles geglaubt?
Das Geldbörsel hätten sie aus den Taschen ihrer Kleiderschürzen  oder aus  den viereckigen, rindsledernen Einkaufstaschen gefischt, den Kopf geschüttelt ob der verrückten Welt, und der Frau Götz  noch ein herzliches  „wiederschaun!“ zugenickt. Dann wären sie heimgegangen, langsam, und hätten Federn und Perlen auf den Indianerkopfschmuck ihrer Kinder genäht.
Denn in den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts waren im Fasching alle Kinder Indianer, die Buben auch Cowboys, mit kleinen Knallpistolen, die so eigenartig rochen.
Mutige Kinder ohne Knallpistolen konnten die Munitionsstreifen auch mit den Fingernägeln zünden – aua.
Ich konnte gar nichts und mein Lieblingskostüm war Zuckerlfee.
Das ging so: Ein Kleidchen mit viel Rüschenzeugs und Mascherln, Mini natürlich, weil es ja die Sechziger waren, und ein keckes, hervor blitzendes Unterröckchen, damit das Miniröckchen schön abstand. Am unteren Kleidchenrand wurden ganz viele Taschen aufgenäht, und in diese Taschen stopfte Mutti haufenweise Wiener Zuckerl und  Schlecker! Lollies gabs damals nämlich noch nicht.
Das beste Kostüm überhaupt.
Klara wich mir nicht von der Seite. Sie hatte auch das allerbeste Kostüm der Welt, denn sie ging als Igel Mecki, in Hemd und Lederhose, mit einer Zuckerwasserfrisur vom Feinsten. Und sie war derartig süß, dass ihr jeder Erwachsene Krapfen, Brauselimos oder sonstwas schenkte.
Ich bin mal gespannt, wie viele kleine Trumps heuer umgehen werden – ein doch recht einfaches Kostüm, wenn man das Geheimnis der Zuckerwasserfrisur kennt!


Euch allen ein gutes neues Jahr!

Ein ganz, ganz Gutes!

Ja, ich weiß, ringsum haben alle Leute Grippe, es hustet, röchelt, trompetet und krächzt allenthalben. Ich bin inzwischen wieder gesundet und gerne bereit, die wichtigsten Fragen des letzten Jahres schnell noch zu beantworten.
"Werma Weihnachten einen Schnee haben?“ wollte Herr W. wissen – nun, diese Frage stellt sich nicht mehr.
„Wird die Präsidentin diesen Winter lange Hosen anziehen?“ wurde auch mehrmals nachgefragt, diese Frage kann ich ganz genau beantworten: Ja, sofern es kälter als -20 Grad wird. Vorher nicht. Außer sie ist krank, dann vielleicht. Obwohl – wenn sie krank ist, dann vermutlich heizt sie ihre Bude derart auf, dass sie nur den allernotwendigsten Schlafrock überwerfen würde.  Täte. Hätte. Könnte. Sollte.
Aber sie wird hoffentlich nicht krank.
Ich, ich war ja schon krank, falls wer fragt, ich bin schon wieder beinahe gesund. Nicht gesund genug zum Fenster putzen, meine Deko bleibt aber sowieso bis Ende Feber mindestens. Hab ich mich so geplagt, mit quasi einen Wolf geschnippelt – da muss sichs auszahlen auch.
Achja, die letzte, die Gretchenfrage: „Was trägt die Kleiderschürzin eigentlich zu Weihnachten?“
Nun, liebe Fragenden, das ist unterschiedlich. Einige vielleicht Rüschenschürzen. Einige vielleicht Samt und Seide, während sie sich auf ihren plüschigen Wohnlandschaften räkeln und ihre Kinder ihnen Vanüllkipferln auf Silbertabletts kredenzen. Was weiß denn ich.
Ich, ich trug dieses wunderbare Outfit, welches ich von meinem Lieblingsschürz Michael bekommen habe – denn er, der Prophet,  wusste noch vor mir, dass ich zu Weihnachten eine supertolle, langhaftende, grandiöse Grippe bekommen werde.
Und ich bekam sie, hatte das passende Outfit und war so die bestgekleideste kranke Person dieses Weihnachtsfestes.


Advent

Ich habe es wirklich versucht, das mit dem besinnlich sein. Leider habe ich zu wenig Zeit – erst war ich fort, dann krank, und jetzt möchte ich noch dies und jenes tun – nicht weil ich muss, sondern weil ich möchte. Nun, immerhin, die Sterne sind geschnitten und aufgeklebt. Ja, ich schneide sie jedes Jahr neu und reiße sie dann ab. Nein, ich kann es nicht besonders gut. Wirklich schöne Sterne schnitt immer meine Mutter – die schaffte es sogar, eine Minikrippe, Ochse und Esel, Kamele und die drei Könige in Sterne zu schneiden. Das war toll!

Und nein, ich kann euch nicht zeigen wie das geht, denn das dazu benötigte papier wird nicht mehr hergestellt. Ich habe noch einen kleinen Stapel, der reicht hoffentlich bis ich nicht mehr schneiden kann oder nix mehr sehe oder zu zittrig dazu bin. 

Wenn jemand so Papier hat, dann kann ichs ihm zeigen, wobei: man braucht eine supergut geschliffene Schere dafür, zumindest wär das einfacher. Ich rackere auch oft mit Nagelscheren, das gibt häßliche Blasen auf den Fingern.

Dies jetzt nur so als Info, weil ich oft gefragt werde. Es ist nicht besonders  schwierig, das Geheimnis ist das Papier.

Sonst waren die Kleiderschürzen sehr fleißig, auf dem Adventmarkt wurde gut verkauft und wir haben daher einiges an Spenden gesammelt. Was damit geschieht, beschließen wir erst. Oder es ist beschlossen worden als ich fort war. Dann werd ichs auch irgendwann erfahren, und, wie ich schon bin, sofort hier verraten.

Also, wer kann, soll ein wenig besinnlich sein – für mich auch, wär nett!


Weihnachten im Schuhkarton – wie jedes Jahr sind die Kleiderschürzen voll dabei!

Wir wollen wieder so viele Schuhkartons wie möglich packen, damit sich viele Kinder in Moldawien, Rumänien, Weißrussland, in der Moldau,  der Slowakei und auch in Polen über ein Weihnachtsgeschenk freuen können!

Für manche dieser Kinder ist es das einzige Geschenk das sie dieses Jahr bekommen werden, für einige das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens – da packt man doch gern ein Packerl ein, wenn man weiß, es kommt dort an, wo sich wirklich ein kleiner Mensch darüber freut!

Wer ein Packerl packen will und kein Mitglied des Kleiderschürzenvereins ist, kann hier anläuten und es abgeben, oder zu unserer nächsten Sitzung ins Gasthaus Ungler kommen und es da abgeben.

Die nächste Sitzung ist am Mittwoch, den 2. November, ab 18:30

und bis dahin möchten wir alle Kartons beisammen haben, denn wie immer führt die liebe Sabine sie mit mir bald danach zur nächsten Sammelstelle.

Ich habe sehr viel Freude beim packen der Kartons, jetzt beginnt die schönste Jahreszeit, nämlich die, in der man sich Gedanken darüber macht, wie man anderen Menschen Freude bereiten kann.
Es ist sehr einfach.


Advent

Ja, jetzt wieder, die stillste Jahreszeit. Aber nicht bei mir. Ich hätte es besser wissen sollen.
Aber nein, ich lud mir windoof 10 auf den PC.
Jetzt ist alles aus.
Nichts geht mehr.
Meinen Brenner? gibt’s laut windoof nicht mehr.
Natürlich gibt’s ihn, er steht ja da. Ich kann dagegen tippen. Klinkklock. Is aber dem System egal.
Es will mich irgendwie verappen und macht lauter Dinge die ich nicht will.
Merke: Wenn eine Firma wie windoof dir was gratis geben will, nimm es nicht.

Nun, liebes Christkind, schau halt, was du da machen kannst.
Ich fahr einstweilen zum König und spiele mit dem.

Ahja, der Weihnachtsmarkt war schön, das Standl ein Erfolg, nächstes Jahr machen wir wieder mit.
Das können wir ganz leicht machen, denn dazu brauchen wir keinen Computer, das geht nur mit Menschen.
Immerhin.
Und, auch wichtig: Das wirklich coole Werkzeug hat die Susi!

Wer also die gesammelten Bilder von 2015 will, muss mir einen Stick bringen.
Dann lade ich sie rüber. Das geht grade noch.

---------------------------

Auch heuer wieder konnten wir uns an der Aktion:

Geschenke der Hoffnung – Weihnachten im Schuhkarton

mit 40 Schuhkartons beteiligen.

Da wir im Bezirksblatt den Hinweis gelesen hatten, dass der Mauerbacher Postpartner die Kartons annimmt, packten wir also in Sabine Buhrs großes Auto unsere Geschenkkartons und wollten sie dorthin bringen.

Gevieft wie wir sind, wollten wir aber doch vorher anrufen, ob die Kartons wirklich dort abgegeben werden können. Mit der auf dem Mauerbacher Gemeindeblatt angegebenen Telefonnummer wurden wir auch, nach etlichen Fragen einer Computerstimme (die verschiedene Möglichkeiten der zu stellenden Frage nebst zu drückender Zahlentaste anbot) zum Postamt Güssing weitergeleitet,  dort wollte man zwar partout keine Pakete annehmen, aber Güssing ist uns eh zu weit weg! Wieso überhaupt Güssing?

Schließlich, auf geheimen Informationspfaden, erhielten wir die Privatnummer die angeblich die des Postmitarbeiters ist, und versuchten es damit.

Der liebe Mann war etwas erstaunt, weil er zwar 6 Kartons zur Weitergabe bekommen hatte aber ansonsten nicht informiert war. „Ich plane, meine Kartons den Schürzen anzuhängen!“ sagte er frohgemut, und Sabine konterte lachend: „Wir sind die Schürzen!“

 So luden wir schlußendlich die 6 übrigen Kartons auch noch in Sabines sehr großes Auto ein und fuhren auf den Wolfersberg zu der Abgabestelle, die wir schon seit Jahren  kennen. In Wäschekörben trugen wir die Schuhkartons in ein echt vollgeräumtes Haus, dort werden sie am Sonntag von LKWs abgeholt und nach Rumänien – oder Moldawien – verfrachtet.

Danke an alle Mitschürzen und Nichtschürzen die ein Packerl gepackt haben  um ein bisschen Weihnachtsfreude in kleine Kinderherzen zu zaubern!


Alle Jahre wieder

beteiligen wir uns an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Wir packen Schuhkartons mit Weihnachtsgeschenken, diesmal für Moldawien.

Wenn jemand ebenfalls einen Schuhkarton packen will, dann soll er diesen zu unserer Novembersitzung am Mittwoch, 4.November ab 18:30 ins Gasthaus Ungler bringen, oder aber jederzeit vorher hier anläuten, oder, bei Gelegenheit, der Präsidentin den Karton in die Hand drücken.

Hiebei ist aber darauf zu achten, dass die liebe Klara nicht gerade im Feuerwehreinsatz ist – das wäre doch ein unpassender Zeitpunkt, auch wenn es eigentlich keinen falschen Zeitpunkt für eine gute Tat gibt.

Die Kartons bringt dann die liebe Sabine rechtzeitig vor dem 15.11. zu einer Sammelstelle, von wo aus sie weiter geschickt werden.


Winke-Winke!

Ich winke AB! Danke! Es ist nun genug!
Sehr sehr lieb von euch, aber – NEIN. Bringt mir nichts mehr!
Ich hatte gebeten, mir leere Getränkedosen zu sammeln, denn ich will was draus basteln.
Dieses Jahr werden die Kleiderschürzen – so die Gemeinde Mauerbach es will – ein Standl auf dem Weihnachtsmarkt haben, und dafür basteln wir Schürzinnen schon alle wie wild.
Als up- und recycling-Fan der ersten Stunde gibt’s also von mir was aus Blech-dosen.

Aber ich brauche keine mehr! 

 

Wirklich.   

Danke!

Ich bin ganz überwältigt von der Selbstlosigkeit mit der diverse liebe Menschen grauenhaft bittere Biere trinken, NUR um mir zu helfen.
Aber ihr Lieben, es reicht nun.

So, das wollte ich hier nur anmerken.

Alte, kaputte Jeans allerdings könnt ihr weiter bringen, die brauch ich noch, wenns nicht grade wieder modern sein sollte, absichtlich kaputtgemachte Jeans zu tragen – da bin ich echt nicht mehr auf dem Laufenden.

Und sonst ist eh alles schürzig.


Schulanfang!

Ich war ja eines von diesen Kindern, die nur für die Ferien gelebt haben. Schule war das Schlimmste.

Na gut, Volksschule nicht.

Da war es lustig.

Die Frau Lehrerin war streng und der Herr Direktor auch.

Allerdings saß er Nachmittags immer bei Fahringer im Wirtshaus, zusammen mit der Großmama. Das konnte gut sein, musste aber nicht. Wir gingen in der Früh 10 Minuten zu Fuß zur Schule und brauchten für den Heimweg eine Stunde. Da gingen wir nämlich durch den Wald oder den Bach entlang. Und ich kam oft ohne oder mit nur einer Zopfmasche heim. Da hatte die Präsidentin Glück, denn bei ihren Haaren kapitulierten alle und niemand versuchte sie zu flechten.

Ahja, und die Klara war Direktors absoluter Liebling! Sie durfte immer die Pausenglocke läuten. Ich nie. Niemals.

Aber ich habe ihr verziehen, wie immer. Ich hatte dafür immer die schöneren Zierzeilen.

 


Ihr Lieben!

 
Ach, der Garten! Endlich Regen!

Die Hitze war sehr schön, danke, das Gießen mein Abendsport, dank Heidis Druck auf die richtige Stelle trug ich die Kübel wie nix.

Nun aber: Regen! Auch sehr, sehr nett!

Ich neige ja nicht zum Angeben, kann aber vermelden, dass in der Erdäpfelpyramide ungefähr fast beinah 10 Kilo Heurige herangereift sind, die wir zum Großteil schon verspeist haben. Sie schmeckten toll. Mit Butter und Parmesan zum Beispiel, und viel Basilikum.

 

 

Dann siebte ich, weil ich emsig bin, die Pyramidenerde und fund dabei ein güldnes Armketterl, drauf stand: Selma.

Das gute Stück ist also erstens echt Gold, denn sonst hätte es die zwanzig Jahre in der Erde nicht spurlos überdauert, und zweitens muss ich jetzt das gängige Sprichwort: „Das Haus verliert nix“ doch erweitern mit: „und der Garten scheinbar auch nicht!“


 


Selma wurde also herbeizitiert, kam auch sofort und konnte sich nicht erinnern und es war ihr auch zu klein – eh klar, das war ein Kinderketterl!

Trotzdem glaub ich, sie hat sich gefreut.

Sie glaubt, sie hat es nicht verloren, sondern wahrscheinlich Piratenschatz gespielt mit dem Valli, der immer noch im Geheimen diverse Schatzkarten hütet für schlechte Zeiten. Er wird aber, da erübrigt sich jede Nachfrage, wie eh immer, gar nichts verraten.

Ich aber bin frisch motiviert und werde mit dem Erde-sieben unverdrossen weiter machen.

Wer weiß, was alles noch...
Mathe ist ja nicht so meins, aber:

Sieben mal sieben gibt manchmal – GOLD!


Eben füllte ich den traditionellen Putzkübel, die VERKL-Spende für das Sonnwendfest der Freiwilligen Feuerwehr Mauerbach.
Diesmal schaffte ich es, den Kübelhenkel so zu drapieren, dass er noch seinen Tragezweck erfüllen kann, trotz rosahellblaulila Geschenkband und Raschelfolie.
Ja, ich habe Folie verwendet. Ich schäm mich eh. Aber ohne schauts so … nackt und blos und folienlos aus.
Nicht wie ein Preis halt.

Ja, gut, ich versuche ohne unnütze Verpackungen auszukommen, nehme immer Einkaufstaschen und Körbe mit, benutze die Papiersackerl bis die Henkel abreissen und wasche jedes Verpackungsglas aus und benutze es weiter. Ich fülle Getränke in ehemalige Tomatensoßflaschen und schlepp mich damit ab, und ich versuche wirklich, bevorzugt Dinge zu kaufen die nicht oder wenig Plastikverpackung haben.

So kommts, dass wir hauptsächlich Zwiebel und Karotten essen, denn die gibt’s in Maisstärkesackerl.
Und das restliche Gemüse kommt ganz, ganz bald schon aus meinem Garten.
Nur der Spinat nicht, denn der wuchs einfach aus.
Auch gut.
Ich reiss mich nicht sooooo drum.
Jedenfalls ihr Lieben, geht alle zum Feuerwehrfest, kauft Lose und wenn ihr Glück habt, dann gewinnt ihr unseren Kübel! Der ist nämlich super geworden, und die Folie raschelt so neu!

 


 Die Eismänner, unzufriedene kalte Gesellen, alle fixiert auf ein einziges  Mädchen, die kalte Sophie. Und das schon immer!

Aber ihr Name macht schon wenig Mut, ihr nachzulaufen hat kaum Aussicht auf Erfolg, und so sausen Pankratz, Servatz  und Bonifatz zwar schnell, aber nicht schnell genug in den Mai hinein. Sophie aber bleibt eiskalt und ungerührt – ihr sind die Eisheiligen egal. Sie wickelt sich in einen nebligen Schleier aus Regen, Wind und Abkühlung, zum Glück heuer ohne Eis.

So gesehen wird sie vielleicht mit den Jahrhunderten langsam milder – also doch noch Chancen für die drei Eismänner.

Nun aber, liebe Sophie, wär dein Auftritt eigentlich vorbei, husch husch ab in den Bauernkalender und bis nächstes Jahr, meine Kühle!

Bis Anfang Juni dann die Schafskälte kommt wollen wir jetzt: Sonne! Wärme!

Denn ich bin ein zickiger Gärtner – ich mag nur bei schönem Wetter in der Erde wühlen.

Was, nur zum Beispiel, der Wühlmaus ganz egal ist. Die gräbt bei jedem Wetter große runde Löcher neben die Rosenbabys, die  Klara mühsam und schon jahrelang  hätschelt und betüdelt.

Die Präsidentin ficht nun einen wilden Kampf mit allen Mitteln – hoffentlich gibt die Maus nach, ich seh sonst schwarz für Klaras Garten, so ganz allgemein, denn wenn Giganten einmal zornig werden, dann volle Deckung, alle!

Auch Pankratz, Servatz, Bonifatz und die kalte Sophie – legt euch nicht mit Klara an!

Die übrigens, so wie der gesamte Vorstand, in einer fast ganz ernsthaften Sitzung einstimmig, nach einem nicht stattgefundenen Wahlkampf (so einfach kanns sein!) wieder gewählt wurde.

Wir könnten uns ja auch gar keine andere Präsidentin vorstellen.

Oder?

ODER?

DICH HAT KEINER GEFRAGT DU DUMME WÜHLMAUS!


 

Frühjahrsputz in Mauerbach am 25.04.2015

 

und der VERKL (Verein zur Rettung der Kleiderschürze) war dabei!

 14 Vereinsmitglieder – zünftig in Kleiderschürzen, Gummistiefeln und natürlich mit den vorgeschriebenen Warnwesten angetan,  waren am Samstag den 25.4. bei strahlendem Frühlingswetter in Mauerbach unterwegs und füllten insgesamt 10 Mistsäcke mit erstaunlichen Merkwürdigkeiten und gewöhnlichem Müll.

Die Sammelstrecken führten vom Feuerwehrhaus Mauerbach den Mauerbach entlang bis zum Kaufhaus Heuböck, die ganze Hauptstraße bis Nr.66, die Waldgasse, die Feldwiese und der Grillplatz sowie die Hauptstraße vom Feuerwehrhaus bis zum Friedhofsparkplatz alle diese Strecken wurden ratzeputz aufgeräumt.

So fischten Sabine und Sylvia Planen und Eisenstangen und eine Platte aus dem Gebüsch, Gerti und Zabine zogen  Blumenkisterln und einen Sonnenschirm aus dem Bett des Mauerbaches, Klara, Fritzi und Susi fanden ein Wagerl, Schnuller, Eisenrohre und Spielzeugautos, und aus dem Mauerbach wurden relativ viele Plastiksackerl entfernt.

Aufzuheben waren  natürlich auch die üblichen, vielen Getränkedosen, die leider keine eigenen Flügerln haben um selber in die Mistkübeln zu flattern wenn die beflügelten Radfahrer sie fallen lassen, diverse Verpackungen, Papierln, sowie Glasfläschchen in allen Farben.

Besonders fleißig halfen uns die  lieben Schürzenkinder, Kathi, Sofie, Leona und Christoph, die unerbittlich jedes klitzekleine Fitzelchen Mist entdeckten und einsammelten.

Nachher gabs ein lustiges Zusammensein im Garten der Pizzeria Mia Bella.


Ostern kommt!

Aber wie schnell! Kaum umgedreht, schon sind die Eier nicht nur gekocht und gefärbt, sondern auch versteckt. In meiner Familie überwiegen ja die Eierverstecker, Sucher gibt’s wenige. Zum Glück haben wir einen Hund, der findet alles, zum Beispiel auch Ostern total toll.

Achja, Eiersalat. Immerhin, das heurige Osterprojekt ist nur für mich – ich bekomme einen größeren Gemüsgarten, mit Zaun, ätsch! Hund. Heuer werde ich die Erbsen essen, nicht das Hundchen. Ausser das Kindchen kommt, dann natürlich teile ich.
Mit, wie ich hier einmal klarstellen möchte, JEDEM Kindchen teile ich mein Gemüse gern. Die Kinder wollen nur oft nicht. Oder zum falschen Zeitpunkt. Sie wollen schon Zucchini, aber im Mai, und Himbeeren im September und wann sind endlich die Heidelbeeren reif? (nie, die holt sich AUCH immer das Hunderl, leider)

Die Präsidentin und ich, wir haben bei der Erdäpfelpyramide von "So schmeckt Niederösterreich“ mitgemacht, die Saatkartoffeln stehen schon licht und treiben aus, die Präsidentin sägte und schraubte mit mir die Pyramide, werma schaun, was draus wird.

Wieviele Kilo wir da wirklich ernten. Wir tun wieder um die Wette, sie wird, weil bei ihr mehr Sonne scheint, wieder gewinnen.
Und es wird auch nix nutzen, wenn ich ihr die kleineren Saatkartoffeln gebe, denn bei Erdäpfeln ist es gemeinhin so gemein, dass die kleinen Knollen oft – aber nicht immer - die größten Erträge bringen.

Ach, aber ich bins ihr nicht neidig, denn sie hat ja die größmütigsten  Schürzentaschen von uns allen. Obwohl sie manchmal mit uns auch streng sein muss. Wir dürfen ihre Erdbeeren ernten, aber wehe, wir zertreten eine!  Ich aber bekomme einen ZAUN und behalt mir alles selber. Hah!


Der Fasching ist vorübergezogen, als Umzug und als solcher.

Nun also die Fastenzeit, und, weil es modern ist, sollten wir alle jetzt 40 Tage lang auf irgendetwas verzichten.
Die Entscheidung ist nicht leicht, verzichte ich doch schon immer auf Alkohol (weil er mir nicht schmeckt) und schon seit mehr als einem Jahr aufs Rauchen. (Weil ich scheinbar endlich erwachsen wurde)

Also, entschlackt und diätet hab ich schon im Jänner, das soll man nicht übertreiben.
Was bleibt noch?
Was kann ich, wenn auch nur mit Mühe, weglassen?

Spaßige Gemüter schlugen mir vor, ein Monat nicht zu sprechen, das wär ja noch machbar, aber das würde den Mann begeistern und den Hund verunsichern, und diese der Fastenzeit unangemessenen Gefühle meiner Mitbewohner will ich nicht herausfordern. Andere Vorschläge, wie etwa vegetarisch zu essen, kann ich versuchen, bin aber überzeugt, ich werde mich überraschend mit einer Schinkensemmel ertappen.

Vierzig Tage nicht Auto zu fahren wäre wie ein netter Urlaub und kein Verzicht für mich. Ich könnte im täglichen Umgang auf  böse Witze verzichten.
Das wär echt schwer.

Und es liefe auf „nicht sprechen“ hinaus. Was ja aus oben erwähnten Gründen so nicht in Frage kommt. Während ich mir den Kopf also zermartere und dabei einige Tassen aus dem Denkschrank zerbreche, trillern und zetern die Vögel immer lauter, völlig unbeherrscht lärmen sie ihre Frühlingsgefühle in die feuchtkalte Morgenluft – ich werde demnächst den Kompost umsetzen.

Da gibt’s dann ganz viel gruseliges Gewürm für die Zwitscherlinge. Denn die hatten ihre winterliche Fastenzeit ja schon. Ähhhh – hätten gehabt, wenn nicht in jedem Garten Vogelfutterhäuschen wären.

Die habens eben auch nicht leicht.


 Manchmal muss man auch loben. 

Frau Holle, zum Beispiel nur, schüttelte was das Zeug hielt, und entweder ging sie dann eine rauchen und blies deshalb ihre Flocken so stürmisch, oder – aber daran wollen wir nicht einmal denken. 

Jedenfalls, der für die Hausaufgabe notwendige Schnee war prompt zur Stelle, und siehe da, die braven Schürzchen haben die verlangten Schneemänner gebaut und Bilder davon gemacht. Loblob. 

Immerhin sind wir ein Brauchtumsverein, und den Bau der traditionellen Wintergötzenbilder muss man nicht den Kindern überlassen. Man kann aber schon. 

Man kann auch das Verkleiden im Fasching als erwachsener Mensch betreiben, was wir bei unserer Faschingssitzung auch tatsächlich getan haben, Heidi und Mischa schossen mit ihrer Verkleidung den sprichwörtlichen Vogel ab, und schon drängt sich uns allen die Frage auf, was der arme Flattermann wohl seinerzeit angestellt hat, um als Redewendung sterben zu müssen, jedesmal wenn etwas saukomisch ist. (auch der Schweinespass bedürfte einer Erklärung. Hat schon jemand ein Schwein lachen gesehen?) Pferde kotzen übrigens auch nicht. Ich zumindest. 

Wie komm ich jetzt auf all das Getier?

Ahja, Fasching.

Noch ein paar Tage, dann Opernball und Faschingsumzug, Seitner-Krapfen und Konfetti im Garten, Humba-Humba-Humba-Täteräääääääääää …

Irgendwie haben die Schneemänner eine angenehm lautlose Daseinsform, und wenn sie schmelzen, tun sie das auch ganz ganz leise.

Wie nett.  

Aber wir sind bestimmt ganz laut beim Umzug.  

Schließlich rufen wir dadurch den Frühling herbei.


Ich sags ja! Die Kinder heutzutage! Kein einziges war auch nur annähernd das, was früher als brav galt.
Kein Wunder, dass es nicht schneit.

Jaja, unüberlegt klatscht ihr den schlimmen kleinen Kerlchen Beifall, wer braucht denn Schnee? Keiner! Wenn wir einen Schnee wollen, fahren wir hin!

Aber, ihr supergescheiten Schneehasser, die nicht schaufeln wollen: Habt ihr euch das wirklich gut überlegt? Das Christkind nämlich wird sich ordentlich plagen müssen, seinen Schlitten über die trockenen, herbstlichen Straßen zu zerren.

Das ist halt der Jammer. Keiner denkt richtig mit.

Ich schon. Ich wünsch mir heuer nix schweres, keine Bücher oder so, sondern nur ganz kleine Dinge, die sich leicht bewegen lassen. Schlau, was? 

Ich hab auch schon die Dahlien ausgegraben, obwohl immer noch kein Frost war. Aber, er wird doch noch, dann natürlich völlig überraschend für jeden, kommen.

Ich bin soweit fertig, alles erledigt, umgegraben vorbereitet. 

Wahrscheinlich liegts gar nicht an den Kindern. Sondern an mir. Wenn ich einen Schirm mit hab, regnet es auch nie. 

Achja, wer es wissen will: Ja, ich schneide meine Fenstersterne selbst. Aus Konzeptpapier, man bekommt es nur mehr schwer. Und wenn die Weihnachtszeit vorbei ist – oder die Winterzeit, bis Maria Lichtmess hab ich da keinen Stress – dann reiß ich sie ab, schmeiss sie weg und mach nächste Weihnachten neue. Seit dreißig Jahren. Inzwischen hab ich eine Brille und plag mich mehr, aber noch geht’s.

 


 

Vor 7 Jahren:

Mit dem Herbst kommen nicht nur die schwer zu entfernenden Kiefernadeln vom Baum der Genossen, sondern, nächtens, auch ekelhafte Spinnen ins Haus.
Wenn also eines der ausgezogenen, auf Besuch weilenden Kinder um 3 Uhr früh den Staubsauger startet, so ist dies keiner plötzlichen Liebe zur Sauberkeit zu verdanken, die hochgepäppelten Lurche bleiben unberührt, es wird nur die gruselige Wolfsspinne aufgesaugt.
Ich bin ja überzeugt, diese aufgesaugten Spinnen rollen sich nur listig ein und entknäulen sich, sobald der Dyson ausgeschaltet ist wieder, lächeln ein wenig ob dieser Achterbahnfahrt und machen sich dann auf, um durch den Schlauch und das Rohr wieder herauszukriechen und neue Schrecken zu verbreiten.
Was an einem Luftstrom sollte die Spinne töten?
Mein heldenhaftestes Kind teilte diese Zweifel, weshalb er seinerzeit auf den Saugereinsatz verzichtete und um zwei in der Früh zwar sehr leise heimkam, dann aber mit dem großen Schlapfen mit Kraft! PENG! PATSCH! KNALL! den Feind erledigte.
Worauf ich ihn fragen gehen musste ob er blöd geworden, mich so zu wecken, dies aber aus Rührung unterließ, denn er war gerade dabei, die Leiche im Klo runter zu spülen.
Gell das SCHAUST jetzt, du blödes Ding!
 

Heute:

Keine einzige Spinne irgendwo in Sicht – die Kiefernnadeln ja, aber keine einzige Spinne. Super, oder?
Oder ich seh einfach schon so schlecht...
Ja, aber dann schau ich wieder, wenn mich etwas anschaut – he, Dinge, was macht ihr für ein Gesicht? 

 


Der Mauerbacher VERKL, Verein zur Rettung der Kleiderschürze, hat bei dem Foto-Wettbewerb von Radio NÖ für den USC Wiesbauer Mauerbach mitgemacht.

Anna ist Mitglied im Mauerbacher Verein zur Rettung der Kleiderschürze, ihre Enkelkinder spielen im  USC Wiesbauer Mauerbach Fußball.
Also was lag näher, als beim Fotowettbewerb von Radio NÖ „wie halten sie ihr Tor sauber?“ mitzumachen. Die leichte Übung war,  die VERKL-Damen in ihren berühmten Kleiderschürzen im Fußballtor zu fotografieren.
Schwieriger war es schon, tagelang auf den Radioaufruf zu warten, was die liebe Anna ganz alleine übernahm und tatsächlich, wir haben gewonnen!
Daher konnte der Verkl-Verein dem Fußballverein am letzten Samstag im August den Gewinngutschein für einen Wäschetrockner und eine Waschmaschine im Gesamtwert von 1000.- Euro an Jugendtrainer Mischa Eheim übergeben. Besonders gefreut hat es uns, den Bürgermeister Peter Buchner bei der Übergabe dabei zu haben. Schade war, dass es geregnet hat, weswegen auch leider kein Match stattfinden konnte. Es war uns trotzdem ein Fest!

 


 

Schweineglück im Juli – aber was ist mit dem August?


August fängt ja schon einmal nicht so gut an.
Mit Regen. Mit viel Regen.
Na gut, ich brauch mein Gemüse nicht gießen, dass ist der Vorteil. Braucht vielleicht noch jemand Zucchinis?
Allerdings – eigentlich wollten wir doch unsere Kleider schürzen und mit nackten Knieen in der Sonne liegen – mit Drinks, in denen Eiswürferl klirren und eventuell kleine Obststücke schwimmen. Auf die Schirmchen hätten wir sehr gern verzichtet.
Jetzt aber sind sie wieder ganz groß da, die Schirme.

Manch eine hat ja Glück und liegt an fernen, sonnigen Stränden, das gute Wetter und auch sonst alles inklusive – ich vergönns euch ja.

Mein letzter Ausflug im Juli führte mich auf den Riederberg, ich besuchte ein Babyschwein und ja, es ist zuckersüß! Wenn man ihm Hundekekse hinhält, grunzt es ganz, ganz lieb.

Es hat ein Schweineglück!

Der Hund hat auch eines, aber aus Plastik und es quietscht. Will vielleicht einen Zucchini. Wenns regnet, stürmt der Hund raus und rettet das Plastikschwein. Hat wohl Angst, es verstummt sonst.

An meinen Fenstern aber weinen die Petunien, legen ihre Trichter um und fallen ganz ungehalten herab.

So, Zeit um endlich die Bügelarbeit wieder aufzunehmen – oder vielleicht warte ich noch ein paar Tage damit, man soll ja nix überstürzen.

Ich habe übrigens eine extrem raffinierte Falle aufgestellt, um den Kerl zu erwischen, der in der Nacht heimlich meine Zucchinis aufblasen kommt, aber ich konnte ihn noch nicht erwischen.

Mag übrigens wer eine Zucchini? Hallo?
Hallo?
Frau Präsident, hast Du dich nicht unlängst über Zucchinimangel beschwert? Hokkaidoschwemme, ich weiß!PS: diejenigen Schürzinnen, die  ihre Hausaufgabe für die August-Sitzung noch nicht gemacht haben: wär für euch ein Schweineglück, wenn ihr noch schnell daran denkt! Die Hausaufgabe ist: Mach ein Schürzenfoto mit einer oder mehreren Mitschürzen und bring es für den Kalender mit! Wichtig!

 


Sommer!
 

Leichtgeschürzt gehen wir in dieser Jahreszeit, und natürlich kommen wir viel herum, besonders an lauen Abenden, denn die muss man tratschend und lachend mit alten und neuen Freunden bei alten und neuen Geschichten aussitzen, sonst versäumt man das beste am Sommer!
Und hier eine von den neuen Geschichten, die unbedingt erzählt und gehört gehört:

Ein ganz liebes Mädchen namens Marie-Christine fand ihren Namen „zu Hietzing“ und änderte ihn kurzerhand passend zu ihrer Vorstellung von sich auf „M.C.“.
Das klappte ganz gut und gefiel ihr auch, so blieb sie dabei und stellte sich auch derartig vor.
Die Oma des Freundes aber, durchaus informiert aber nicht überzeugt, dass ein Vorname aus zwei Buchstaben ohne was dazu bestehen kann, begrüßt  M.C. zwar mit  tadellos  richtiger Betonung, schreibt aber auf diverse Geburtstagskarten und Geschenkanhänger – richtig! - „Emsy“ drauf.
Wobei ich erkenne, dass das „fremde i“ am Schluss  schon ein deutliches Zugeständnis an die modernen Zeiten signalisieren soll, Achtung! diese Oma ist nicht von gestern!

Ich finde Emsys Schwiegeroma, falls wer fragt, bewegt sich genau in der Welt, die der VERKL-Verein liebt.
Hoffentlich trägt sie eine Kleiderschürze.
Wenn nicht, sollte Emsy ihr bei nächster Gelegenheit eine schenken und, wenn möglich, die muntere Dame mit zum nächsten Vereinstreffen bringen!


 


Das INTERNETZ....
 

Das Internetz überwacht mich und spioniert mich aus, es kennt alle meine geheimen Vorlieben und versucht daher, mich zu manipulieren.

Genau deshalb bekomme ich auch immer modische Tipps von sämtlichen Klamotten-Versandanstalten.

Es traf mich heute fastbeinah der Schlag als ich eine Mail bekam, deren Betreff: „Der Frühling wird weiß“ keineswegs auf verspäteten Schneefall, sondern auf die Modefarbe der Saison anspielte.

Weiß! Ich bitte euch! Ich habe es in meinem ganzen Leben nie geschafft. Schon als Kind war die sogenannte „lichte Hose“ keine fünf Minuten an meinem Körper, schon trug sie unübersehbare Spuren. Zu meinem unbeschreiblichen Glück bin ich in die Generation Jeans hineingeboren, also brauche ich nur die ganz hellen, ausgewaschenen Exemplare zu meiden, schon ist alles gut.

Aber nein. Ich versuche es immer wieder. 1988 kaufte ich eine beige Jeans.

Damals konnte ich sie anziehen, ich war berühmt für meine drei Kleinkinder, da bleiben allerhand Schmierflecke an Hosenbeinen nicht aus.

Später hatte ich dann Tageskinder und Hunde, alte Tanten und die Gartenarbeit als Ausrede, die schmalen Gehsteige (bei Regenwetter wird man unwillkürlich von vorbei fahrenden LKWs mit Rinnsteinplörre geduscht) und noch allerhand Widrigkeiten mehr.

In Wahrheit, ich muss es zugeben, liegt es an mir.

Ich weiß nicht warum, aber ich bin ein Ferkel.

Ich man mich seit ich denken kann schmutzig.

Ohne irgendetwas davon zu bemerken.

Also, so gesehen, hat das Internetz bei mir versagt. Sie kennen mich nicht. Sie haben keine Ahnung, was ich mir wünsche. Sie raten nur. Sie hatten Jahrelang Zugang zu mir und allen meinen Taten und Daten, und schlagen mir ernsthaft vor, weiße Gewänder zu kaufen. Mir!?

„Geh“ , wie meine Präsidentin sagen würde „bitte! Es ist doch in echt ganz EGAL was du unter der Kleiderschürze anhast!““

 


„Die Kleiderschürze im Weltraum“ 

war heuer unser Faschingsmotto, und wieder einmal war ich überrascht, mit wie viel Fantasie die lieben Schürzinnen und Schürzen dieses Thema umgesetzt haben! Sie haben gefaltet, geknüpft, genäht und geklebt, gefärbt und Folie geknittert, und dann natürlich kamen sie alle – fast alle – sogar die Schweine aus dem Weltraum waren da!

Zabine, das Schürzen-Alien mit Datumsproblemen schaffte es ebenso zu kommen, wie eine Familie kleiner und großer grüner Männchen, unsere Ehrenmitglieder kamen extra vom Planeten Steinbach, die gräflichen Spaßraketen schlugen aber sowas von ein, und Rosa war als Hellblau verfärbt, flankiert von zwei wahrhaft glänzend behüteten Außerirdischen.

Sabine hatte den besten Haarschmuck und die glänzerigsten Silberleggins ever – ich will sowas auch!!! - und Karin interpretierte das Thema besonders originell mit einem Lampenleuchtpuschel, den ich bestimmt ebenfalls aufgesetzt hätte, wenn ich einen und die Idee dazu gehabt hätte.

Die Weltraumschweine waren sensationell, das Highlight fiel nicht sofort ins Auge, das waren die rosa Krallenpuschen, die schon den ein oder anderen Kornkreis zum glitzern bringen können, oder so, sagen wir mal.

Es gab einen Milchstraßenmaler, eine Milchstraßenrestauratorin und eine Saturn-Ring-Richterin, etliche Spacegirls machten den Abend zu einem glamurösen, und unsere Präsidentin trug wieder einmal die Haare schön und gab sich als Sternbildhauer alle Mühe, den Leberkäse gerecht zu verteilen. Und, liebe Präsidentin, wir wissen, dass du uns liebst, denn du hast tatsächlich Seitner-Krapfen besorgt und verteilt – ohne wärs kein richtiger Fasching!

Schürzschürz, meine Lieben!

Die Welt und der Raum gehören uns!


Soll das jetzt Schnee sein? Was ist da bitte nur los mit dem Wetter?
Erst hat Frau Holle blau gemacht – nämlich den Himmel – und sich keinen Deut um unsere Weihnachtskulisse gesorgt.

Dann, als die gute Frau unbedacht aus dem Fenster sah, kam sie auf die Idee, anstatt der Bettdecken ihren Badezimmerteppich aus zu beuteln, weswegen wir dann anhaltend graues, nasses und fusseliges Novemberwetter hatten, und zwar mehrere Monate lang. (Der Badevorleger hatte es also schon sehr nötig.)

Und nicht genug damit, nein, Frau Holle zog eine krasse Verwandlung  in Richtung „Frau Hölle“ derartig beinhart durch, dass die von einer heiseren Stimme im Wetterbericht angekündigten Schneefälle heute morgen tatsächlich stattfanden und zwar so:
Es war auf alle Fälle nass, was herunter kam. Es könnten durchaus irgendwann einmal Flocken gewesen sein, irgendwo oben, außerhalb unserer Reichweite.

Wir wollen da also jetzt, wenn schon nicht über den Schnee, dann doch über Frau Hölle ein Urteil fällen:
Die Gute hat heuer immer noch alle Daunen in ihrer Tuchent – allerdings ob sie noch alle Schürzen im Schrank hat, das bezweifeln wir doch sehr!
Pass nur auf, Frau Hölle – die Präsidentin weiß, wo der Teppichpracker ist!

 


Die Zeit, die größte Schürzentasche des Universums, steckt alles ein.
So auch das Jahr 2013, vergangen, weggesteckt, abgespult und erledigt.
Wir schießen ihm noch ein paar Kracher nach, lassen es mit einem Knall enden, und lärmen ins neue, ins Jahr 2014.
Wir wünschen Euch einen guten Jahreswechsel, mit oder ohne guten Vorsätzen, mit oder ohne Fondue, Sekt und Knalleffekten.
Ja, ich habe mein Horoskop gewürfelt, es zeigt an, dass ich im neuen Jahr bestimmt einen häßlichen, kleinfüßigen Bekannten treffen werde, der wenig Geld aber dafür kein Interesse an mir hat, was mir sehr gut gefällt, denn ich mag ihn wahrscheinlich ohnehin nicht. Bei Gesundheit steht, ich soll täglich ein Gläschen Port schlürfen, was allerdings verheerende Folgen hätte, also lass ich es, und bei Karriere gibt’s einen Hinweis, dass ich mehr Einsatz zeigen soll, um solche zu machen – was ich aber, wie bekannt ist, aus Faulheit eh nicht will.
Ich wünsch euch auch alles Gute, Schöne und Liebe, Klimpergeld in der Tasche und auf dem Tisch eine Sektflasche, wer möchte soll einen Rauchfangkehrer kriegen, und Schwein, viel Schwein für uns alle, und  Tofu für die Veganer.

PROSIT!
 


Frohe Weihnachten!

Ich komm ja kaum mehr aus der Schürze! Jetzt werden die Tage aber echt kurz, fast schon zu kurz, und was noch alles zu tun ist!
Die Wünsche nach Ersatz des Neonröhrenersatzes aber pronto – ja, ich war schuld, ja, ich hab sie zerstört! Aber ich brauche diese Beleuchtung nie, niemals, also warum muss die ausgerechnet jetzt noch einmal erneuert werden?  Weihnachten ist doch die Zeit der Kerzen und des Schummerlichtes! Na also.
Wichtiger ist es da schon, den Hof zu kehren, aber warum das so ist, ist nicht schnell zu erklären, darum glaubt es mir einfach. Es muss sein. Ansonsten sterben unsere Elektrogeräte einen plötzlichen Stromtod oder verbrennen oder hören einfach still auf zu funktionieren, so wie die elende Neonröhre, für die der Chef Ersatz bestellte, welchen ich sofort ruiniert habe. Die Neonröhre, die ich, hab ich das schon erwähnt? sehr gerne opferte, denn die brauch ich eh nie.
Der Hof, immerhin, ist jetzt gekehrt.
Die kaputte Armbanduhr ist nachweislich kein Elektrogerät und gilt daher nicht, der Wasserkocher war sowieso fällig. Und weil der Hof gekehrt ist, haben wir gute Chancen, das die Waschmaschine im neuen Jahr noch funktioniert.
Ich hoffe, ihr habt alles so im Griff wie ich und bleibt ganz ruhig, wenn der Mensch, der den Christbaum kauft und in ein Kreuz nagelt, dazu länger braucht als ihr für die gesamte Festvorbereitung.
Ach! Weihnachten! Wie schön! Die Sterne kleben an den Fenstern und ihr, liebe Küchenschürzen, staubt euch das Mehl ab und lasst euch nicht hetzen – es ist nicht dringend notwendig, die Böden blank zu wienern, achtet lieber auf den gefährlichen Lampenlurch, denn vom Himmel hoch da kommt es her, das Christkind, und sieht alles – aber nur von oben!

Alsdern, feiert lustig und einen schönen Jahreswechsel!
 


Geschenkeberg für Bulgarien
Liebe Turnerinnen, liebe Schürzchen!

Brav wart ihr! So viele Schachteln stapelten sich in meiner guten Stube, wenn meine Finger nicht mit masking-tape zusammengeklebt wären – das klebt ja wie die Hölle, aber ich mach eben jeden Trend mit – von wegen, lässt sich mühelos abreißen! - ich schweife schon zurück, jaja.
Also ich muss euch auf die Schultern klopfen, selbst auf die Gefahr hin, dass ich an euch kleben bleibe und eine interessante Variation des Schwan-kleb-an darbiete. Was wiederum eine fetzige Übung für die Turnerinnen abgäbe...zurückschweif, Komet!
Nach der letzten Zählung, und weil die Turnerinnen auch wieder mitgemacht haben, sind es diesmal 48 Schuhkarton – Weihnachtsgeschenkschachteln geworden. Ein ganz schöner Berg! DANKE! 232,00 Euro konnte ich überweisen, das finde ich auch ziemlich toll von euch. (Punkt? Das verdient doch ein RUFZEICHEN!)!
Gestern verluden wir die Schätze in Sabines Rennwagen und flitzten damit auf den Wolfersberg, damit die Bulgarischen Kinder ihr Christkindl sicher rechtzeitig bekommen. Wir parkten sehr verwegen, weil ja Sabine, der Komet, am Steuer flog. Dafür schleppten wir nicht weit.
Das grandiose Foto hat übrigens der Chef persönlich aufgenommen, SUSI wo warst Du eigentlich?
Also, dann kann´s ja jetzt lustig weitergehen. Die Spendierschürze in den Schrank, die Backschürze raus und los geht’s!
Kekserlbacken! Sabine, übrigens, glasiert immer noch und seit Stunden Zuckersternchen, aber wie!
Und Michael, vermute ich einmal wild vor mich hin, muss demnächst in volle Deckung gehen, weil seine Oma mit Nudelwalker, Ausstechnern und hochmotiviert anrauscht.
Wir backen ihn eben alle an, den Advent!
 


Jetzt ist so richtig nieseliges Herbstwetter,
alles trieft, tropft und das vergilbende Laub quatscht und macht die Wege rutschig, anstatt, wie es sich für Herbstlaub gehört, anständig zu rascheln.
Unverdrossen aber schneide ich Gespenster, denn die Geisternacht kommt bald, da muss man ja wohl vorbereitet sein.
Mein Nussbaum war so nett, drei Nüsse reifen zu lassen, von denen eines ein Eichhörnchen und eines eine Krähe geholt hat. Die verbleibende Nuss, meine eigene Ernte, plane ich zu vergolden und dann an den Christbaum zu hängen.
Die Planungen für die Aktion „ Weihnachten im Schuhkarton – Geschenke der Hoffnung“ sind auch schon in vollem Gange, bis zum 10.November müssen die Packerl fertig sein, dann bringen wir sie zu einer Sammelstelle, von wo aus sie weiter geleitet werden, dieses Jahr nach Bulgarien. Ich freue mich immer sehr über diese bunten Packerlberge und bin gespannt, wie viele Kinder sich heuer über so ein Christkindel freuen werden.
Da sich der Damenturnverein wieder beteiligen wird, hoffentlich noch mehr als letztes Jahr! Es wird dann wieder ein Foto vom Geschenkehaufen geben, bestimmt.
Also genug zu tun, und nicht vergessen: Die Hausaufgabe diesmal ist einen Schuhkarton zu packen – wer mag – und ein Griff in die Schürzentasche um 6,00 Euro für den Transport desselbigen, was aber auch nicht unabdingbar ist!


Wir kommen aus dem Feiern nicht heraus!

Für alle, die gestern den Film von Klaras 50iger auf Unglers Riesenbildschirm nicht bestaunen konnten, er war großartig! Michael hat sich einmal mehr selbst übertroffen! Wer eine Kopie dieses Kunstwerks haben möchte, wende sich bitte direkt an ihn!

Unlängst servierte ich meiner Präsidentin und Schwester einen Kokoskuchen mit der Entschuldigung, der Kuchen sei mir leider nicht richtig fluffig gelungen. Klara kostete und merkte an, dass ihr das Wort „fluffig“ in keiner, auch nicht verneinender Weise zu diesem Kuchen in den Sinn käme, vielmehr lehnte sie es komplett ab, diesen Kuchen und das Wort „fluffig“ zusammen in einem Satz – was heißt Satz, einem ganzen Absatz! – zu benutzen. Nein, sie wählte, mit angemessener Bedachtsamkeit, denn wenn sie mich beleidigt, kann sie sich bis ungefähr Weihnachten meine Kuchen nur aufzeichnen, den Ausdruck: kompakt. Also, kurz gesagt, ich buk einen kompakten Kuchen nach einem Internetrezept, ich sollte es besser wissen. Sowas muss nicht sein und ist vermeidbar.

Darum veröffentlichen wir hier, ein für alle Mal, gratis und garantiert großartig, die Rezepte der zwei Weltbesten, von der kleinen Susi erprobten und für uns hergestellten, die fantastischen, unglaublichen, schmacko– möchte ich sogar sagen –fatzigsten Backteile des letzten Jahres und Milleniums.


 

 

Die allerletzten Ferientage vergehen viel zu schnell, Schluss mit Hitze, Nichtstun und Badehosentagen.

Achja, und Hausaufgaben wird es wieder geben, die braven Schürzen müssen sich wieder anstrengen, aber was soll´s, so eine Hausaufgabe zaubern wir ja aus der Schürzentasche wie nichts.
Immerhin werden wir bei der Sitzung dann belobigt, wenn wir´s schön gemacht haben.
Belobt wird man ja immer gern, ich erinnere mich an Moritzens Volksschullehrerin, die mir einmal unter Moritz Hausübung: „sehr schön, Frau Böhm!“ geschrieben hat. Es war aber auch eine supitolle Zierzeile und ich hatte das Lob verdient.
Sonst also alles Herbst, die Nächte sind wieder kühler, die Kürbisse werden dicker, und, hastdusnichtgesehn ist der Sommer vorbei.
Wieder keine Schnecken geworfen.
Aber sonst alles gut.

 

SOMMER, HURRA!

Kirschen! Ich hab heuer Kirschen, viele! Wie? Nun, zuerst bedrohten wir den Baum mit dem Tode, und bestellten auch einen Holzhacker, damit er sieht, wir meinen es ernst. Dann ließen wir den Kirschbaum noch einmal blühen, weil er immer so schön blüht. Nachher entdeckten wir lauter winzige Kirschenembryos und konnten es kaum glauben, weil er noch nie viele Kirschen hatte. Also haben wir ihn begnadigt, und ich hab schon neun Kübeln Kirschen geerntet, nach der russischen Methode – wir sägen die dicken Äste ab und ernten am Boden. Ich habe also gar keine Zeit jetzt.
Aber wir hatten Sitzung, und zwar nicht irgendeine. Sondern die, bei der Klara und die Schürzinnen eine wissenschaftliche Studie machten, es geht um die mimischen Möglichkeiten die man so hat.
Also, wir haben bewiesen, dass es Menschen entweder möglich ist, mit der Zunge die Nasenspitze zu erreichen, oder mit beiden Augen abwechselnd zu zwinkern. Beides kann keiner. In unserer Studie wurden nicht nur sämtliche Schürzinnen jeden Alters, sondern auch erstaunte Kellner und Gäste an den Nachbartischen aufgenommen.
Man kann also behaupten, es ist so. Probiert es aus, wenn euch langweilig ist.
Mir ist ja nicht fad, ich entkerne Kirschen und koche Kompott oder Saft draus, je nachdem. Ja, selbstverständlich auch Rotweinkirschen. Und ja, ich mach die Auslage neu, und nein, ich häng hier keine Kirschen rein, auch wenn ich genügend habe.
Achja, Klaras Geburtstagszirkus ist dann auch einmal, ich hoffe wirklich jeder bringt was fürs Büffet mit.
Ich glaub, ich bring Kirschkompott.
Es ist Sommer, die Gelsen sind da, die Sonne scheint und der Kirschbaum schaut schon aus wie eine Kopfweide nach dem Schnitt.
Ich hoff, euch macht das Leben soviel Spaß wie mir!


Automaten die man gern hat!

Und man braucht sie oft! Selbst wenn ich eine Kleiderschürze,den Rucksack und die Cargohose mit den ganz, ganz vielen Taschen trage, kommt es vor, dass ich irgendetwas dringend brauche und nicht mithabe.
Da freue ich mich dann, wenn es wo einen Automaten gibt
Die artigen und fleißigen Schürzinnen haben ihre Hausaufgaben aber so was von gemacht!
Sucht Automaten! war gefordert, und sie brachten ganz viele Bilder, hier eine Auswahl, was soll ich dazu noch sagen?
 

Euch steck ich alle in die Schürzentasche!

Ich kann nämlich zaubern!
Jahaaaaaaaa, denn ich habe nach dem Frühling gerufen, und: wuppps! ist er schon da, und sogar: aber wie!
Das war natürlich nicht nur fantastische, großartige, unglaublich anstrengende Zauberarbeit von mir, sondern auch ein Spürchen unüberlegt wie mir unsere geschätzte Präsidentin mitzuteilen geruhte.
Sie kommt nämlich kaum mit der Gartenarbeit nach.
Nicht weil ihr diese davonläuft, nein, sie muss nur zwischen all dem Gewerke auch die ein oder andere mit der Feuerwache vereinbarte Grillpause einlegen, und zwar zwingend.
So kanns ja nie fertig werden, und immer gerade in dem Augenblick wo man mähen will, regnet es sehr überraschend. Dabei passt man den Augenblick um den Rasenmäher zu starten, so genau ab!
Mein Bester beobachtet zum Beispiel tagelang die Wolkenformationen beim zusammenballen und das Gras beim wachsen, steht tief versunken vor dem Barometer, klopft dran und murmelt, schielt wieder zum Himmel, der zufällig ganz, ganz seltene Wolken produziert, und dann legt er Tag und Stunde fest, an der gemäht werden wird.
Da regnet es dann, und mit irgendwie falsch wirkendem Bedauern zieht er sich auf die Couch zurück, um beim Wetterbericht dem Fernseher lauthals seinen Unmut kund zu tun.
Die geliebte Präsidentin nebenan neigt ja zu morgendlicher Überreaktion und mäht schon um acht, was sich dann zwar super vor dem Regen ausgeht, aber irgendwie streberisch kommt.
So, ihr lieben, ich geh jetzt unauffällig rüber zu ihr und lege einen Turbozauber auf ihre Wiese, da kann sie dann täglich mähen.
Und ich muss noch schnell zwölftausend Fotos durchschauen, denn der Val heiratet und kriegt eine Videobeamerfotoshow, aber Wow!
Die zaubert hoffentlich dann der PC, wenn ich mit meiner Auswahl fertig bin. Und falls es nicht aufhört zu regnen, weil wenns nicht regnet, dann….und so weiter, und so fort.
 

 

 Ostern!

Langsam könnte der Wind drehen, den Schnee schmelzen und der Frühling wieder erscheinen - frischgeputzt und blühend!
Es ist bald Ostern und die Schürzentaschen sind sind vollgefüllt mit Schokohasen und bunten Eiern, die wir verstecken wollen!
Naja, zumindest sollte es so sein.
Noch heult Eiswind in den Gärten, mein Garten ist leider eine elende Steppe, umgepflügt vom emsigen Hundchen, welches schon sucht, was der Hase noch gar nicht versteckt hat. Außerdem, vergraben gilt nicht.
Wir Schürzen vergraben uns bestimmt nicht, tätig eilen wir umher, die Präsidentin nennt eine ganze Herde Birkenhasen ihr eigen, jeder hat einen Namen und Bob steht in der Auslage.
 
Ja, liebe Mitschürzen, bei der letzten Sitzung waren alle bis auf Alex irgendwie krank, ich wünsche euch gute Besserung, besonders Gabi und Sylvia, die wir so gern haben, und ich hoffe, euch alle bei der nächsten Sitzung frisch gestärkt und munter flattern zu sehen, wie Schürzen an der Leine im Föhnwind!
 
Hoheiten im Blizzard
 
Wie wir alle immer schon geahnt haben, steckt unter jeder Kleiderschürze eine Prinzessin, unter einer sogar ein Prinz, und weil Faschingssonntag war, durften diese versteckten Hoheiten einmal in Erscheinung und gleichzeitig in den Schneesturm treten. Und der Schneesturm war nicht ohne!
Er zerrte an den royalen Gewändern, unsere Präsidentin mit einem Hut, wie ihn die Queen-Mum gerne hätte, konnte zum Glück denselben mittels Gummiringerl unterm Kinn festhalten, man weiß nicht, was sonst geschehen wäre. Maria, die aufblasbare Humpelprinzessin hielt sich tapfer neben ihrem Froschkönig, der nur sehr selten, und nur um Flüssigkeit zu tanken, den Kopf verlor.
Das Thema am rosa-sten getroffen hatte eindeutig Sabine, Barbie, geh dich verstecken, das kannst du nie! Gabi schwebte in einem türkisen Traumgewand durch die Schneewächten, der Prinz  hatte zur Feier des Tages die Krone und das Szepter mit den Rubinen gewählt, Ali Babas Schatzkammer ging sich schämen, so was hat sie nicht zu bieten. Conny, Heidi, Sylvia und Susi mit funkelnden Diademen glitzerten gegen die Schneewächten erfolgreich an, und irgendwann einmal hat man auch eine ganz liebe Kathi-Prinzessin gesehen, die sich, ganz Dame, im Leiterwagerl ziehen ließ.
Ja ihr Lieben, vom Wetter lässt sich echt königliches Blut nicht schrecken, überhaupt waren nicht nur wir VERKL tapfer im Sturm, sondern auch unzählige andere Mauerbacher ließen es sich nicht nehmen, in fantastischen Kostümen mit zu gehen, Bombenstimmung, Notfallmedizin und Brandlöscher, es gab die berühmten weltbesten Krapfen und hin und wieder auch ein wärmendes Schlückchen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Fasching!
Und jetzt, runter mit dem Samt, den Perlen und Geschmeiden, rein in die Fastenschürzen und aufpassen, bald müssen wir Palmkatzerl schneiden!
 
Meine lustigen Faschingsschürzen!
 
Sehr emsig habt ihr bei der Präsidentin eure Spenden für die Tombola-Putzkübel abgegeben, der böse Türdieb hat sie sich nicht geschnappt, was täte der auch mit OxyAction? 
Ich kann also vermelden, dass der erste Kübel morgen von Heidi bei unserem Postpartner und Dirndlballtänzer Tommy abgegeben wird, prallvoll der allerfeinsten Utensilien, so was ist doch allemal besser als jeder Fresskorb und hält auch länger vor. Wie die Klara so schön sagte, kann man sich noch dazu den Kübel, so man ihn gewinnt, behalten, den Geschenkkorb hingegen muss man bekanntlich leer zurückgeben.
Also hoffen wir, dass irgendein beglücktes Dirndl am Ball angemessen überrascht unsere Spende entgegen nimmt, sprachlos staunend ob des beigefügten Kalenders und des von unserer Präsidentin aufwändig handgeschnitzten Quirls, denn wir lassen uns einfach nicht lumpen!
Der zweite Kübel kommt dann zur Feuerwehrtombola und wird vermutlich noch gegupfter vollgefüllt, denn von einigen Nachzüglern (ähhh glaub ich zumindest)  fehlen noch die Zutaten. 
Und wenn wir schon bei der schamlosen Eigenwerbung sind, so hoffe ich, ihr klöppelt, häkelt, näht und klebt schon eifrig an euren Kostümen für den Faschingsumzug am 10. Feber, na die werden schön schaun!
Bussi ihr Braven, Konfetti und Krapfen in die Schürzentaschen, Fasching ist!
Der Mauerbacher Damenturnverein hat sich heuer gemeinsam mit uns  an der  Aktion ?Weihnachten im Schuhkarton? beteiligt, und es sind, man glaubt es nicht, 44 Schuhkartons vollgefüllt mit Geschenken zusammen gekommen.
Wir sind stolz!
Irgendwo in Weißrussland, irgendwann vor Weihnachten, werden 44 Kinder sich freuen, dass das Christkind sie nicht vergessen hat.
Ich glaube, das Christkind dort ist ein alter Mann und heißt Väterchen Frost, begleitet von einem hübschen Mäderl, welches Schneeflöckchen heißt. Die beiden kommen, logisch, auf einem Schlitten, bringen Wind, Eis, Schnee, Kälte und Geschenke. 
Mädels und Bub, ich bin begeistert, Danke an alle, die mitgemacht haben, wir haben auch 216 Euro an Transportkostenspenden bekommen und an die Aktion ?Weihnachten im Schuhkarton? eingezahlt.
Die Präsidentinnen beider Vereine (Klara, wie es sich gehört in der Kleiderschürze, Susi in Zivil ? aber hallo, sollte sie  nicht ein Aerobicdress in Neonfarben tragen? Hat sie zufällig nicht mitgehabt, ahso!) sowie der Pakerlberg sind hier noch einmal dargestellt.
Sabine, die Brave, fuhr mit einem bummvoll gestopften Auto auf den Wolfersberg zur Sammelstelle, wie schon die letzten Jahre. Extradanke, Sabine, du bist die Beste!
Klingglöckchen, es weihnachtet schon!
 
Er hat endlich einen Namen!
 
Unsere letzte Hausaufgabe war ja, dem Abwaschgott einen Namen zu geben.
Mädels, ich muss sagen, ich war überrascht. Die ganze Sitzung war unüblich. Erst saßen wir drinnen und ignorierten damit den lauen Sommerabend völlig. Dann erschien die Präsidentin ohne Kleiderschürze, die Schriftführerin in der Kleiderschürze ohne viel darunter, was beide glaubwürdig mit einem enormen ?Tantenschock? erklären konnten. Wir vergaßen, zu fotografieren. 
Und dann hatten fast alle die Hausaufgabe gemacht! 
Es kamen wundervolle Vorschläge! "Mentulanus" (vom lat. Wort für ?pieksen?, Michaels Vorschlag), ?Sanguis Aquarius? (lat. Blut und Wasser, von Hilde), "Rubio" (Maria hat den Text gelesen und festgestellt, dass Anoia in Spanien einen fließenden Bruder namens Rubio hat). Andrea brachte den Abwaschgott ganz allgemein mit unsympathischen Wasserwesen in Verbindung und schlug deswegen "Quirex" vor, das war der böse Wassermann beim ORF-Kasperl unserer Kindheit, vielleicht war er auch eine Kröte, wer weiß das noch, immerhin schien auch der Kasperl von einem depressiven Geisterbahnausstatter hergestellt worden zu sein, und Petzibär glich einer Spitzmaus mit Haarausfall, beide wirkten so, als wäre in den ORF-Garderoben eine extrem gefräßige  Unterart der zerfetzenden Kostümmotte (blatta panniculus ornatus) zugange. 
Zurück zum Thema. 
Conny schlug die hassenswerte Handarbeitslehrerin (alle hassen ihre Handarbeitslehrerinnen, das scheint ein kosmisches Gesetz zu sein) ?Hermine? als Namensgeberin vor, sehr lobenswert und gender gedacht, kaum schickt man die Kinder ein paar Tage in den Oman und lässt sie Burkas tragen, schon emanzipieren sie sich. Zabines Vorschlag, ?Aquarora? gefiel mir auch sehr, Wasser und Aurora, die Morgenröte sind in diesem Namen vereint, und nirgends wird irgendwelches Blut erwähnt, obwohl es so gemeint ist.
Klara war für ein bodenständiges ?Klirrer?, weil so klingt der Abwaschgott, wenn er an seine Existenz erinnert, Verena schlug korrekterweise ?Abluerus? abgeleitet vom lateinischen Wort für Abwaschen vor, ich war etwas langweilig und wollte ihn ?Wettex? taufen. Und dann zeigte es uns die liebe Sylvia wieder einmal ordentlich, mit ihrer adretten, artigen Stimme zwitscherte sie: ?also mein Abwaschgott ist mein Mann, und der heißt Walter!?
Ungewöhnlich demokratisch wurde also abgestimmt, und ich habe die immense Ehre, den Auftrag und bin sehr bewegt, weil ich hier und in aller Deutlichkeit die Freude habe, den Namen des Abwaschgottes erstmals bekannt zu geben:
Er heißt Walter.
(nach Sylvias Ehemann, nicht nach meinem!)
 
Wie jeder gut geschürzten Hausfrau 
 
Wie jeder gut geschürzten Hausfrau und Köchin sattsam bekannt ist, gibt es eine Göttin der verklemmten Schubladen, ihr Name ist übrigens Anoia.
Sie ist Kettenraucherin - warum weiß ich jetzt auch nicht ? und lässt sich relativ leicht mit einem Opfer besänftigen. Man muss nur einige Male an der verklemmten Schublade rütteln, und schon geben sich Lade und Göttin zufrieden und nach, die Lade schluppt auf und alles ist wieder in bester Ordnung.
Ihr Bruder, der Abwaschgott, ist da viel unberechenbarer.
Er verlangt seine Opfer in unerwarteten Abständen, monatelang bemerkt man ihn gar nicht, und dann kommt ein Tag, an dem er nicht aufhören kann, uns frisch gewaschenes Geschirr zu entreißen, Tassen und Gläser in glitschige Lebewesen mit unangreifbarer Oberfläche verwandelt und auf diese Art an seine Existenz erinnert.
Es nutzt gar nichts, auf den Geschirrspüler auszuweichen, denn er kann sein wütendes Werk der Zerstörung auch in diesem geschlossenen Gerät ausführen. Dann findet man die großen und kleinen, die nadelspitzen klitzekleinen Scherben und Scherbchen im Sieb der Maschine vor. Und wuziwuzifeine Splitterchen im Haarsieb, dies muss man mühsam herausschrauben, putzen und wieder einmontieren.
Und dabei, Mädels, passiert es, denn dann ist er wirklich wütend, dann verlangt er für die Nichtachtung seiner Existenz wirkliche Opfer, dann schreit er nach Blut.
Ich hab mich geschnitten.
Aua.
Wie man den Abwaschgott beruhigen kann? Ich weiß es nicht. Ich kenne nicht einmal seinen Namen.
Die Strafe dafür war ein plötzlich leerer Wasserhahn, ein Rohrbruch im Zählerschacht, die Alarmierung der Feuerwehr (Danke, Buben und Mädels!) und ein knapp vor dem Urlaub abgefangener Installateur.
Dämmerungssitzung bei Andrea
Der Wettergott entschied, die Julisitzung fand bei Andrea statt!
Diese hatte nicht nur Geburtstag, sondern auch eine reich tragende Prachtschürzen-Hecke, welche uns direkt ans Traumziel, auf die schattige Terrasse, führte. 
So herrlich saßen wir, wie es sonst nur die Grafen können!
Michael musste zwar einen Stunt über die - angeblich durchs betonieren viel besser gewordene - Rampe aufführen, was ihm aber tadellos gelang. Während ich diesen Text schreibe, sitzt er allerdings immer noch auf dieser Sommernachtstraum - Terrasse und versucht, genug Mut für die Heimfahrt zu finden. Michael, ich glaube an dich!
Diese Sitzung hatte die kürzeste Tagesordnung aller VERKL-Zeiten, nämlich nur einen Punkt, Geburtstagswünsche. 
Natürlich hatte Sabine, die offizielle Küberl-Beauftragte, ein solches zusammengestellt und auch noch zu Fuß, im Schweiße ihres Angesichts, für Conny herbeigeschleppt, die stolz ihre neue Wohnung zur Besichtigung freigab. Schön hast dus, Conny, und ich weiß endlich, was ein Tussitoaster ist. Kein elektrisches Küchengerät mit ?Hello-Kitty? Bildern drauf. 
Nachdem also alles bewundert und erklärt worden war, konnten wir uns ungehindert den Erfrischungen widmen.  
Zwischendurch gabs eine Foto-Session für den neuen Kalender, ich sage nur: im Pool! Die Präsidentin, Andrea und die kleine Susi! Mehr verraten wir hier aber nicht. 
Themenwechsel.
In meinem neuen Glashaus, nur wenn es wen interessiert, wachsen meine Paradeiser übrigens wie verrückt. Möglicherweise hat Michael zu seiner Grillparty dann den Salat.
Ja, es war ein sehr schöner Sommerabend, Mischa hat nicht gesungen und irgendwann hat irgendwer zwischen den Schürzen einen Glühwurm entdeckt. Danke für die Einladung, es war wirklich wunderbar!
Frosthexe im Mai 
Kaum finden sie den verlängerten Mayakalender und rufen den Weltuntergang zurück, bricht auch schon der einheimische Hundertjährige Bauernkalender in sich zusammen und in eine falsche Voraussage aus. Es ist geschehen, ein Kälteeinbruch mit Frost nach den Eisheiligen, was soll den das? 
Wie jedes Frühjahr der letzten Jahre, hat mein lieber Walter zwar auch diesmal den großen Zucchinifluch ausgesprochen, aber anders als in all den vergangenen Jahren hat der Fluch diesmal nicht nur geklappt, sondern eine landwirtschaftliche Katastrophe ausgelöst, die auch vor den Wiener Weinbergen nicht Halt gemacht hat. (Ja, die gibt?s, in Grinzing hat jeder Heurige eine Weinlaube, in Hanglage, wegen der Bergbauernförderung.)
 Im ganzen Land klagen jetzt die Bauern, kein Wein wird sein, kein Kukuruz, keine Kirschen und nebbich Äpfel. Der einzige, der sich mit stiller Freude die toten, schwarzgefaulten Gemüsepflänzchen betrachtet ist Walter.
Auch in Fachgeschäften der Umgebung ist nirgendwo mehr ein Pflänzchen zu kriegen. Vom Nussbaum fallen schwarze Blätter, der Gärtner Starkl bedauert, keine Zucchinipflanzen mehr.
 Unsere Präsidentin kam besser weg, weil unsere Schürzenhexe Gabi die herangezogenen Pflänzchen bis nach dem Frost aufbewahrte und erst dann verteilte, sehr schlau, woher hat sie das gewusst? Liebe Gabi, du und Anna, ihr werdet euch beide mächtig Ärger einhandeln, wenn ihr Walter funktionierende Zaubersprüche verratet! Aber echt!
 
Bald ist es soweit!
 
Merkwürdige und seltsame Begebenheiten, diffuse Visionen, schwere Träume und die Mitteilung eines mir bekannten Taschenastronomen lassen in mir den Verdacht aufkommen, dass ein außerordentliches Ereignis für die nahe Zukunft bevorsteht. 
Freilich hat mein lieber, sternkundiger Freund nicht alle Maschen auf der Nadel, allerdings ist er unbeirrbar der Meinung, die Mondkonstellation in einigen Tagen deute darauf hin, dass es tatsächlich demnächst soweit sein wird.
Wie weit man sich allerdings auf die Weisheit eines Menschen, der zwar mit mir verwandt ist, aber ohne rot zu werden behaupten kann, dass der Mond in irgendwelchen Häusern steht, verlassen kann, weiß ich auch nicht. 
Wo doch inzwischen jeder wissen sollte, dass der Mond am Himmel nur deshalb hängen bleibt, weil die Russen ihn dort mit Mühe festgenagelt haben. Wenn er in irgendeinem Haus wäre, dann stünde er bestimmt nicht, sonder läge, da er ja ein Laib grüner Käse ist, auf der Erde. Aber röh.
Jedenfalls, es gibt auch andere Hinweise, schaut euch um und ihr werdet sie erkennen.
Sonnenschein am Sonntag, Anrufe aus dem Kloster und von Talkshows, keine einzige Nacktschnecke im Garten bis Mitte April! und grundlos freundliche Verwandte sowie ein Zweier auf Hannahs Lateinschularbeit sind deutliche Hinweise, dass irgendwo im Universum eben eine kleine Verschiebung stattfindet. 
Und dieser Bruch in der Realität, der anscheinend sowohl ein Haus für den Mond als auch die Wiederentdeckung meiner Gummistiefel ermöglicht, ist nicht nur ein Zeichen, nein, es ist die Bestätigung: er kommt!
Ich meine, meine lieben Mitschürzinnen, ihr sollt es wissen.
Nur um gewarnt zu sein.
Ein Ereignis, dass seit vorschürzlichen Zeiten nicht mehr war.
Der St.Nimmerleinstag steht uns bevor!
Also seid nicht schockiert, wenn ihr plötzlich Diät essen wollt, den Heizraum aufräumt oder euch bei eurer Mutter entschuldigt, die Haare grün färbt, die Kleiderschürze unter statt überzieht, eure Kinder beim Putzen des Badezimmers überrascht, eine Bemerkung des Bürgermeisters gut findet oder sonstwelche Ereignisse eintreten, die euch aus dem Gleichgewicht bringen. 
Denn das alles und noch viel mehr kann am St.Nimmerleinstag geschehen, ihr könnt nichts dafür.
 
Liebe Frühlingsschürzen!
 
Ich weiß ja nicht, was ihr so macht ? ich bin gerade recht emsig (ja, ich wundere mich auch).
Wahrscheinlich liegt es an den surrenden Hummeln, den streichelweichen Palmkatzerln oder am allgemein linden Frühlingslüftchen, sogar ein bedröhnter Zitronenfalter taumelte schon in meinem Hof herum - tatsächlich, bald ist Ostern.
Falls ihr keine Idee habt, was ihr mit der aufblühenden Energie anfangen sollt, schlage ich den traditionellen Oster oder Frühlingsputz vor. Wir wollen ja altes Brauchtum pflegen!
Für die gestresste Hausfrau und Mutter gibt es hier auch eine kleine Anregung, wie man die Kids vom Computer weglocken und in Bewegung bringen kann.
Offensichtlich sind diese deutschen Werbekinder ganz begeistert von der Hausarbeit. Man muss also den Nachwuchs einfach nur richtig motivieren.
Falls man so einen Boden hat.
Wenn nicht, sollte man zu dieser Jahreszeit jedenfalls beim Gasthaus Ungler vorbeigehen und die ?Wann-stellst-du-endlich-die-Tische-raus?? Frage stellen, Pepperl wartet geradezu ungeduldig darauf.
Sodann setzt man sich an selbige und betrachte die eifrigen Insekten, lasse die Seele glücklich und frei laufen und genieße das Leben und den Moment.
(Und wenn die Kleiderschürzin dann noch Zeit hat, denke sie an ihre Hausaufgabe und sei kreativ.)
Der Fasching ist vorbei, also räumen wir die Papierschlangen weg und schütteln das Konfetti aus den Schürzentaschen.
Wir hatten ja heuer nicht nur eine großartige Faschingssitzung sondern auch eine Einladung des Damenturnvereins zum Faschingsturnen!
Ha, war das lustig!
Die Turnerinnen hatten sich ausnahmslos alle wundervolle Kleiderschürzen angezogen, einige hatten auch die Haare sehr schön. Jenny prunkte sogar mit passendem Haarband zur Schürze, eine großartige Idee, so praktisch! 
Es gab einige Ensembles, die man so schnell nicht mehr vergisst, wir fanden viele überraschende Anregungen, und wurden wieder einmal in unserem Vereinszweck bestätigt ? die Kleiderschürze ist das passende Gewand für jede Gelegenheit!
Sollte Mischa, der emsig fotografierte, sich von den Bildern trennen können, werden sie demnächst auf der Homepage und natürlich die besten davon auch hier gezeigt werden.
Das Turnen war natürlich sehr aufmunternd, der Turnsaal bebte erschrocken und die Sprossenwand ächzte, als wir uns zum Gruppenbild (das ja der Mischa bestimmt bald bringt) an sie hängten.
Nach der Turnstunde wars noch lange nicht aus, mit viel Hallo verlagerte sich der Abend in unser Lieblingsgasthaus, wo die Turnerinnen überrascht feststellten, dass ihre Vorturnerin an diesem Abend nicht nur eine freche Lippe aufgeschminkt, sondern auch die Ausgehschuhe angezogen hatte und bis 23 Uhr im Gasthaus sitzen blieb.
Ja, wenn man sich fit hält, dann bekommt man Ausdauer!
 
Liebe Vereinsschürzen!
 
In letzter Zeit häuft sich die Kritik an unserer Auslage. Nicht aktuell, nicht lustig, was Neues muß her.
Ich hab also eine 'nicht repräsentative' Umfrage unter unseren Mitgliedern gestartet, was sie gern in der Auslage hätten, und bekam neben dem allseits bekannten Ferrero (was zum Spielen, was Süßes und eine Überraschung!) die folgenden Anregungen:
Eine Geschichte aus deinem Leben was Lustiges! Eine Kleiderschürze sollte vorkommen eher nichts Ordinäres über die Ausstellung was mit Kultur.
Also bitte, leicht ist es nicht, aber ich versuche es.
Wir waren in einer Ausstellung 'Intime Zeugen' im Hofmobiliendepot in Wien.
Ein etwas verhuschter Beinahe-Aristokrat zeigte sich nicht nur sehr überrascht über unsere Kleiderschürzen und den VERKL-Verein als solchen, sondern uns auch die gesammelten Hygiene-Möbel verblichener Kaiser. So etwas herzuzeigen ist jetzt also nicht irgendwie seltsam sondern durchaus interessant.
Ich war einmal in einer Theateraufführung im öffentlichen Jugendstil-Herrenklo am Graben.
Mitten am Graben gibt es einen Stiegenabgang mit einem zierlich renovierten Schild 'Öffentliche Bedürfnisanstalt' und da ging ich dann hinunter, das Damenklo war als Garderobe umfunktioniert, eine echte Klofrau in einer verwaschenen Kleiderschürze war als Garderobiere umgelernt worden und nahm die Mäntel entgegen, eine Kabine war tatsächlich als Klo in Betrieb. (das war jetzt die Überraschung im Text!) Drüben, bei den 'Herren' im Pissoir, einem nicht zu kleinen, rundum gefliester Raum, hingen historische Brunzschüsseln, alle sehr sauber geschrubbt, im Raum selbst waren Sesseln für die Theaterbesucher aufgestellt, alles wurde heftig umwogt von durchdringen-dem Kloblumengeruch.
Es war ein Einpersonenstück, ein Schauspieler las Texte des amerikanischen Dichters Charles Bukowski, er saß dabei in einer gefüllten Badewanne, bekleidet, und tat so, als wäre er betrunken. 
Später las ich ein paar von Bukowskis Büchern. Er war eine arme Sau.
Obwohl er selber der Meinung war, er hätte immer Glück, weil ihm jede Frau gefiele.
Ich nehme an, in größter Not und Bedrängnis hätte uns, die wir in dieser Ausstellung waren, auch jedes einzelne dieser Hygiene-Möbel sehr gut gefallen. So ansprechend wie mir seinerzeit auch das Jugendstil-Pissoir erschien.
 
Liebe Kleiderschürzen!
 
Wie hat man sich bei Hofe gewaschen? Wie sahen die ersten Bidets aus? Was machte ein kaiserliches Ankleidezimmer aus? Seit wann gibt es Badewannen? Was war eine Zimmerretirade, was ist ein Bourdalou? Waren Spucknäpfe Teil des Mobiliars? Was hat Josef Hoffmann mit Sanitärmöbeln zu tun? 
Diesen und anderen Fragen werden wir am Samstag den 21. Jänner 2012 im Hofmobiliendepot auf den Grund gehen. 
Rosi hat die Führung für 14 Uhr reserviert, wir müssen uns also so um 12.45 treffen
und um spätestens 13 Uhr losfahren vom Billaparkplatz.
Vergesst nicht in der Kleiderschürze zu erscheinen!
 
Ihr lieben Geschenkschürzen!
 
Herzlichen Dank an alle, die einen Schuhkarton für Bulgarien gepackt haben!
Irgendwo dort freuen sich heuer ein paar Kinder über ihr Christkind!
Gestern waren Sabine und ich unterwegs, die 22 Pakete für die Aktion ? Weihnachten im Schuhkarton? zur Sammelstelle auf den Wolfersberg zu bringen.
Wir gerieten mitten in einen Laternenumzug, Laterne, Lateeeeeeeeeeeerne!
Der diesige Novemberabend hat plötzlich Lichter!
Und wir bringen hoffentlich ein paar kleine Funken Weihnachtsfreude zu Kindern, die sonst wenig zu Lachen haben.
Sabine war auch ganz gelassen, obwohl ich den Adresszettel verlegt, die Schuhe nicht zugebunden, die Jacke offen, generell wie immer die übliche Verwirrung und auch sonst nicht alle Laternen im Umzug hatte. Und außerdem noch mit dem Auto ganz langsam fuhr. Schließlich wars ja auch schon finster.
November halt. Laterne!
 
Kleiderschürzen auf Lepschi
 
Ja, wir waren viel unterwegs in letzter Zeit!
Unsere September-Sitzung führte uns in Annelieses Märchengarten, wo riesige Kürbisse von kleinen Drachen bewacht werden, bis sie eines Tages, da bin ich mir sicher, von einer guten Fee in eine Kutsche für Aschenputtel verwandelt werden. Und der Nussbaum hat ein Fenster mit Aussicht ? wenn man genau hinschaut, und das habe ich, sieht man in der Abenddämmerung klitzekleine Elfen durchhuschen, schön!
Anneliese hatte natürlich auch märchenhaft aufgekocht für uns, das feinste Gulasch und Krautfleckerl, Kässpätzle und so viele Kuchen!
Danke, liebe Anneliese, es war zauberhaft!
Eine andere wunderbare Sommernacht saßen wir bei Ineke und ließen uns von ihr mit Niederländischen Spezialitäten überraschen.
Es war so gut! Auch wenn ausdrücklich ?spucken erlaubt? war, kam kein VERKL in die Verlegenheit dies auch wirklich zu tun, denn die süßscharfen Spießchen, die Blätterteigtaschen, der interessant gefärbte Brotaufstrich und der allerbeste Heringsalat aller Zeiten gaben uns keinen Grund dazu. Nur die salzige Lakritze fand eher wenig mutige Verkoster, aber wer wählt schon Lakritze, wenn er Apfeltörtchen kriegen kann?
Und dann war auch noch der Flohmarkt bei Unglers, wir waren alle dort, und wo wart ihr?
Das Leben im Schürzenkleid ist sehr unterhaltsam, wir kommen zwar kaum zu ernsthafter Arbeit, finden uns mit dieser Tatsache aber tapfer ab und gehen weiter auf Lepschi.
Denn demnächst heiratet unsere allerliebste Susi, der wir gar nicht besonders viel Glück wünschen müssen, denn sie und Herbert haben es, wie man deutlich sehen kann, schon. 
Trotzdem, alles, alles Liebe und Gute!
 
Liebe Vereinsschürzen!
 
Die Vereinssitzung im Mai verlief recht turbulent, zumindest ab dem Zeitpunkt, als Sabine ihre Hausaufgabe vorzeigte ? Pfiffe, Gegröle und anzügliche Rufe erklangen, allerdings stellte sich dann recht bald heraus, dass sie ihr Ding ? ein altmodisches grünes Setzholz ? nicht zur Bestrafung des Pflasterers oder anderer, sich bei ihr unbeliebt gemacht habenden Mitmenschen einsetzt, sondern es vielmehr als Putzhilfsmittel für Vasen verwendet.
Die Heiterkeit flaute trotzdem nicht wirklich ab, wir besprachen den Muttertagsausflug in den Fetzenschop und es wurde auch der Maibaum, welchen wir unserer Präsidentin äußerst geheim aufgestellt haben, besprochen.
Danke Rosi, die Idee war super! Die Präsidentin, auf der Jagd nach unbefugten Katzenkammerl-Eindringlingen war echt überrascht, und das war ja der Zweck der Übung. Michi war bereit, das Maibaum-Kränzlein zu winden, kam aber nicht so richtig zum Zug, weil der Käfer, beobachtet von der Präsidentin, einmal zu oft im Wald verschwand und der kleine Michi, der auf Klara aufpassen sollte, dauernd Lulu musste ? aber das ist eine ganz andere Geschichte, wir ließen uns jedenfalls etwas einfallen und bekränzten den Baum mit Efeu, einigen kleinen Haushaltsgeräten, einer Kleiderschürze natürlich, einigen Geschirrtüchern, keiner Wurst (wegen der Krähen), der Gießkanne und zwei Baggern. Wunderhübsch!
Wie schön die pinkfarbige Kleiderschürze aus dem gräflichen Fundus auf dem Maibaumwipferl weht!
Überraschenderweise kam Gabi, frisch operiert, auf Krücken und mit der üblichen strahlenden Laune auch, eine weitere Susi hat es endlich geschafft zu uns zu kommen, auch haben wir uns sehr gefreut, Maria ? welche als Jungmutter alle Rechte hat ? im kaum abgelegten Kinderschürzerl als neues Mitglied zu begrüßen. Viel mehr Rüscherl braucht das Land!
Ebenso überraschend war das Fehlen von Michael, welcher leider daheim geblieben war, (aus Gründen, die nichts mit dem gemütlichen, aber doch noch Frühlingshaft kühlen Aufenthalt in meinem Garten zu tun haben ? ich wollts nur gesagt haben!) und Rosi und Verena fehlten ebenfalls, eine weil sie im Chor singen war, die andere aus Verliebtheits- oder sonstigen Mai-Gründen, Lisa war durch Umstände, die einfach andere sind, entschuldigt, Elisabeth schickte ebenfalls beschäftigte Grüsse.
 
Ihr lieben Kleiderschürzchen!
 
Rechtzeitig zur Vereinssitzung im April konnten wir unser fan-tas-tisch-es ! neues Schaufenster bewundern! Unser Ehrenmitglied Truxi war so geschickt, uns ein von Anneliese spendiertes antikes Fenster zu einem wirklich großartigen Aushängekasterl umzubauen ? und die Verschlusslösung finde ich besonders gelungen. Danke! Applaus!
Bei der Sitzung wurde auch unser Muttertagsausflug in den Fetzenshop besprochen, der wird am 14.5. so ungefähr schon ab 9:30 Uhr losgehen, wegen Fahrgelegenheit ect? kommt noch eine mail.
Lobenswerten Einsatz haben alle Schürzerln auch bei der ?Bring-dein-Ding? ?Aktion gezeigt, Gerti schoß den Vogel mit ihrem Grundbirnspieß (Grumperspieß? Grumberlspieß?) ab, das Thema ?Verklemmt in der Lade? hat allerdings Rosi mit der Rolle Frischhaltefolie auf den Punkt gebracht, von ihr stammt auch die ?Bring-dein-Ding? ?Aufgabe fürs nächste Treffen.
Außerdem hat Ineke uns einen unvorstellbaren kulinarischen Genuss in Aussicht gestellt in dem sie sich bereit erklärte, uns etwas zu kochen, das nicht nur holländisch ist, Bohnen und Erdäpfel enthält und zu dessen Zubereitung man ihr mitgebrachtes Dings verwendet und das eigentlich ganz gut klingt, sondern auch noch mit Apfelmus ? nun ja, wir sind gespannt.
Hilde brachte in ihrer Schürzentasche ein Objekt, welches schon mehreren jüngeren   Generationen fremd anmuten wird, es wird im Schaukasten nebst einigen anderen Objekten der April-Aktion zu besichtigen sein. Demnächst, ich tummel mich eh.
Unser Maskottchen, feierlich getauft,  heißt jetzt: Cäcilie, wobei mein Lieblingsdichter sie mit zwo Zett zu schreiben beliebt?
 
ICH HAB DIE HAARE SCHÖN!
 
Mit diesem Ruf von unserer Präsidentin fuhren wir, auf einem stilvoll geschmückten Faschingswagen, unerreicht von den erfolglosen Schürzenjägern, (die lediglich Antschl erwischt hatten und für den Rest des Tages behielten) die Hauptstrasse entlang, die bejahrten Punks konnten sich allerdings, trotz redlichem Bemühens, frisurenmäßig nicht mit uns messen. Denn selbst nervenzerüttete Opernballfriseure wären nicht in der Lage gewesen, auch nur annähernd so phantastische Roben und Frisuren, wie wir sie trugen, zu kreieren.
Unsere Präsidentin erschien mit gebändigter Lockenpracht im Haarnetz, Sabine überraschte mit exaktiertem Haarknoten gekrönt von Quirler und Kochlöffel, ständig bestrickend hatte sie die Maschen fest im Griff ihrer fingerlosen Handschuhe.
Michi, die beim Ziehen des Leiterwagens nicht nachließ und als Belohnung drei Kilo abnahm, hatte sich für schimmernde weiße Löckchen entschieden, keck gekrönt von einem wahrhaft faszinierenden Kopftuch in unbeschreiblicher Farbe sowie der oft kopierten aber nie erreichten Schürze über Schürzenkleid - Variation, Michael erschien im nilgrünen Turban, Rosi und Verena zeigten den klassischen Wäschermädellook mit Spitzenunterröcken, Heidi verblüffte im ?eben aus dem Stall gekommen? Alltags-Schürzenkleid mit einer begehrenswerten Weste, deren Patina Neid erweckte, Susi, zwanglos mit Fingerhandschuhen und Rucksack, wirkte brav und harmlos, wobei Ponyfransen immer helfen, behielt aber die gefährliche Zange in Griffnähe am Gürtel. Hilde konnte mit einem echten Lockenwickler-für-schön-nur-vorne und Netztuch-Auftritt überzeugen, während Sabine und Julia scheinbar dem selben irren Vorstadtfriseur in den Farbtopf gestürzt und ihm nur hochtoupiert mit knapper Not entkommen waren, Sabine ehrenvoll mit Pumpernella. Alle anderen hatten die Haare natürlich auch sehr schön, eines unserer Mitglieder, die sich anläßlich des Umzugs nicht nur entschloss, diesmal Gabi zu heißen, bezauberte die Männerwelt mit langen Unterhosen und wurde so ausdauernd fotografiert, dass sie sich gelegentlich hinter ihrem Besen in Sicherheit bringen musste. Gerti, perfekt aufgebrezelt im ländlich-karierter Kleiderschürze und Edelweißtuch, ließ sich selbstlos im Leiterwagen ziehen (damit Michi ihre drei Kilos abnehmen kann), beneidet von den zwei jüngsten Schürzinnen Viktoria und Hanntschl, die mit großem Einsatz Konfetti und Zuckerln in offene Wagenfester warfen. Irgendein als König verkleideter Lakai war bestrebt uns Seitner-Krapfen nachzutragen, die wir huldvoll entgegennahmen, denn wir hatten den schwarzen Mann mit Extremhut mit und fürchten uns sowieso vor niemandem. Achja, Selma hatte Bier daheim.
Es war zwar nicht so kalt wie erwartet, trotzdem labten wir uns an den zur Aufwärmung gereichten heißen Getränken, was beim Absingen der Hymne ?Wir ham die Schürzen schön, wir ham die Schüüüürzen schon!? unseren Stimmen die gewünschte Klarheit verschaffte.
Susis Käsestangen waren ein ebenso wertvoller Beitrag zum Gelingen des Umzugs wir ihre Leiterwagerln, Andrea, mit tadellosem Hut und beneidenswerter Schürze aus ihrem reichen Fundus, verdanken wir den Wagen, Bine vergaß sich nach einiger Zeit und wechselte von Rotkäppchen zum Blumenhaarreifen aber sie ist ja noch jung, unser Maskottchen schaffte es, die Haare bis zum Abend schön zu haben, kurzum, es war ein gelungener Aufmarsch in Schürzen.
Und unseren Igel hatten wir selbstverständlich von Anfang an mit.
Wir ham die HAAAAAAAAAAAAAARE SCHÖÖÖN!
 
Liebe Vereinsschürzen!
 
So ein Spaß ? die erste Versammlung im Gasthaus U war also ein voller Erfolg, so tolle Kleiderschürzen sieht man selten ? aber das muß ja nicht so bleiben, haben wir uns vorgenommen.
Es wurde allerhand geplant und viel gelacht.
Samstag, 5. März bei der Gräfin um 10Uhr wird der Wagen für den Faschingsumzug hergerichtet ? wer sichs einteilen kann, komme mit oder ohne Dekogegenstände.*
Auch die Idee unserer lieben Kassierin, einen Vereinsausflug in den Fetzenschopp zu unternehmen fand allgemeine Zustimmung. Bis das Wetter freundlicher ist. 
Vereinstreffen wurden für den jeweils ersten Mittwoch im Monat beim Ungler festgelegt, ab 19 Uhr, beginnend im April, Antschl wird zwar jeweils den Anfang versäumen, wir haben aber versprochen, auf sie zu warten. (zumindest mit dem gemütlichen Teil)
Liebe Mädels, achtet bitte auf den Punkt ?Hausaufgaben? und postet eure Vorschläge entweder bei den Kommentaren oder merkt sie euch einfach, am 6. April wird abgestimmt, der Erfinderin des Siegernamens wird von unserer lieben Präsidentin natürlich ein Preis (der kein Wettex ist, das gibt?s nur zum Geburtstag) überreicht werden.